Veröffentlicht in Urlaub, Wandern

Etappe 6: Schmilka nach Gohrisch (18 Km)

Heute morgen schliefen wir richtig lange, bis fast sieben Uhr. Papa dunkelt ja immer das Zimmer ab und so waren wir heute morgen ganz irritiert, dass es so gar nicht hell wurde. Aber kein Wunder: draußen regnete es in Strömen!

Papa und ich ließen uns erst einmal nicht beirren und gingen ins Café Richter frühstücken. Mama wurde hingegen ganz nervös und packte für mich Massen an Regensachen ein. Kaum war alles im Rucksack, hörte es auf. Trotzdem schleppte sie alles den ganzen Tag durch die Gegend, damit mich kein Tropfen erreicht. Das nenne ich wahre Mutterliebe! Dennoch: ich bin nicht aus Zucker!

Das Frühstück scheint von Tag zu Tag besser zu werden. Es gab heute neben einem leckeren Obstsalat jede Menge Salate. Ich schlug richtig zu und aß sogar Rührei. 

Bei trockenem Wetter (es regnete den ganzen Tag nicht mehr)  fuhren wir mit der Elbfähre auf die andere Seite und wanderten den Malerweg zurück, in Richtung Pirna. Leider führte der Weg durch mehrere Dörfer, bevor wir endlich wieder durch einsame Wälder spazierten und und dem Casper-David-Friedrich Weg folgten. Trotzdem fehlten Schluchten, Bäche und einsame Waldwege. Dafür bestiegen wir zwei Tafelberge. Den Papststein und den Gohrischstein. Da es heute sehr schwül war, kamen Mama und Papa auch ganz schön ins Schwitzen. 
Gegen 15 Uhr erreichten wir das Hotel Magarethenhof im Luftkurort Gohrisch. Die Luft soll hier besonders gut sein und das Hotel ist sehr schön. Altendorf wirkt dadurch noch schäbiger. Im Hotel kam es dann zum „Gohrischer Treppensturz“. Mama passte nicht auf, holte eine Jacke für mich und ich stieg währenddessen die Treppe hinunter. Zum Glück stürzte ich erst auf der vorletzten Stufe und zum Glück war alles gepolstert. Als Andenken habe ich nun ein blaues Auge!

In Gohrisch selbst aßen wir zu Abend und ich verputzte mit der Hilfe meiner Eltern eine Riesenportion Bratkartoffeln. Lecker, lecker!

Papa ist übrigens noch immer ganz beeindruckt von einer Schweizer Familie, die letztens neben uns am Tisch saß. Jeden Abend dürfen Mama und ich uns anhören, dass sich Mutter und Tochter eine Portion geteilt hatten und sogar noch etwas übrig blieb, was der Schweizer Vater essen durfte. Papa ist jeden Abend aufs Neue enttäuscht,  dass Mama und ich uns keine Portion teilen. Aber Mama würde mir alles wegessen!!!

Ich habe übrigens endlich einem Trail-Namen. Eine Tradition aus den USA, dort geben sich Wanderer immer einen neuen Namen, wenn sie mehrere Tage wandern. Ich heiße „Elbkönig“. 

So genug für heute. Meine Eltern kommen gleich aus der hausinternen Sauna Landschaft…

Hier noch aktuelle Fotos:

Papa vor unserem Hotel:

Elbtal im Nebel:

Mein Abendessen:

Ausblick vom Papststein:

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