Veröffentlicht in Nienburg

Bekanntschaften im Kleinkinderabteil

Heute bin ich gegen neun Uhr aus Nienburg zurück nach Köln gefahren. Ein bißchen traurig war ich schon, denn die Tage in Nienburg waren sehr erholsam. So bin ich nicht mehr erkältet und auch der blöde Husten ist verschwunden! 

Die Zufahrt verlief ohne Probleme, allerdings hatten wir über eine Stunde Verspätung, aber das bin ich von der deutschen Bahn mittlerweile gewöhnt. Außerdem habe ich im Kinderabteil eine sehr nette syrische Familie kennengelernt. Sie sind vor neun Monaten aus Damaskus geflohen und sprachen schon richtig gut Deutsch. Es gab unheimlich viel zu Essen und die beiden Mädchen spielten mit mir rund um die Uhr. Sie zeigten mir z.B. wie man sich eine Mütze anzieht. Mama unterhielt sich währenddessen mit den Eltern. Es ging um einen Mann namens Assad und um Erdöl. Mehr habe ich nicht verstanden, außer dass ein deutscher Pass wohl Gold wert ist und dass eine Flucht sehr teuer ist. Ob Mama das alles verstanden hat? Ich hoffe jedenfalls, sie kommt jetzt nicht auf die Idee ein Flüchtling zu werden oder aber diesen Herrn Assad zu besuchen?

Jetzt bin ich aber fürchterlich müde und dank der Verspätung immer noch nicht zu Hause. Ich glaube, ich mache gleich einen richtig langen Mittagsschlaf. 

Morgen gehe ich übrigens wieder zu Bianca. Wir basteln dann an unseren Laternen, aber ich habe dazu keine Lust und will lieber Bobbycar fahren. Kann jemand von euch diese Laterne zu Ende basteln? Anscheinend ist das irgendwie wichtig und bedeutsam…

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