Veröffentlicht in Uncategorized

Im Krankenhaus

Leider fängt mein drittes Lebensjahr nicht besonders gut an, denn kaum hatte ich meine Feierlichkeiten hinter mir, wurde ich krank. Montag Nacht bekam ich immer schlechter Luft und so mussten wir um drei Uhr nachts in die Notaufnahme der Uniklinik. Dort bekam ich Sauerstoff und Cortison, außerdem wurde mir ein Zugang gelegt und ich wurde geröntgt – und das alles mitten in der Nacht! Zum Glück ist meine Lunge in Ordnung und ich habe wieder eine obstruktive Bronchitis. 

Das größte Problem war aber Folgendes:   es gab kein freies Bett mehr, so dass wir die Wahl hatten in einem Medikamentenzimmer zu schlafen oder uns nach Solingen verlegen zu lassen. Mama und ich entschieden uns für das Medikamentenzimmer und Papa fuhr erst einmal nach Hause. Mir ging es schon wieder etwas besser und so fand ich es doch sehr spannend mit einem Krankenwagen zu fahren. Wir mussten nämlich das Gebäude wechseln und das ging wohl nur mit einem Krankenwagen. War das spannend! Mama fand es weniger spannend und war unfassbar genervt. Sie wäre wohl lieber zu Fuß gegangen! 

Um fünf Uhr waren wir endlich auf unserem Zimmer. Ich habe dann nur noch geschlafen und geschlafen. Mama musste auf einem Klappbett schlafen und es kamen wohl ständig Menschen in unser Zimmer, um etwas zu holen. Außerdem gab es viele Maschinen, die Geräusche machten. Mir war aber alles egal, denn mir ging es einfach nicht gut. 

Am Nachmittag durften wir dann in ein normales Zimmer umziehen. Dort war es etwas besser, aber auch sehr eng. Papa löste Mama ab und die zweite Nacht verbrachte ich dann mit Papa und einem indischen Kind und dessen Mutter auf einem Zimmer. Mama konnte zu Hause erst einmal schlafen. Sie hatte sich nämlich mittlerweile auch erkältet!

Am Mittwoch Nachmittag kam Mama wieder und es ging mir etwas besser. Außerdem hatten wir neue Zimmerbewohner. Eine unfreundliche und ungepflegte Familie aus Albanien, welche die ganze Zeit Musik hörten und sehr rücksichtslos waren. Irgendwann beschimpfte und bedrohte der Mann auch noch Mama, so dass  sie – nachdem sich Mama beschwert hatte – ausziehen mussten. Dann zog eine sehr nette türkische Familie ein! 

Am Donnerstag ging es mir zum Glück wieder gut. Ich durfte sogar an die Luft und unternahm mit Mama viele Spaziergänge durch die Uniklinik. Ist das alles groß und undurchsichtig. Außerdem durfte ich in das Spielzimmer. Witzigerweise musste sich Mama die Hände desinfizieren, ich aber nicht ;-). 

Freitag wurde ich dann endlich entlassen und ich habe erst einmal genug von der Uniklinik. Klar war mein Aufenthalt notwendig, aber irgendwie sind dort auch alle bekloppt. So wurde Mama zum Beispiel erst bei der Entlassung darauf hingewiesen, dass sie die Zimmertoilette nicht hätte benutzen dürfen, sondern nur wir Patienten. Außerdem wusste nie jemand über meine Medikamente Bescheid und bei dem türkischen Mädchen haben sie die nächtliche Infusion vergessen. 

Na ja, genug Geschichten…Mama kann noch viel mehr erzählen. Ich hingegen will jetzt auf den Königsdorfer Karnevalsumzug. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.