Veröffentlicht in Urlaub

Wir haben tolle Nachbarn

Heute morgen regnete es zum Glück nicht mehr und so konnten wir draußen frühstücken. Zwar war im Vorzelt und um das Zelt herum alles matschig, aber wir frühstückten auf einer der Bänke, mit Blick auf den See. Das war auch nicht schlecht.

Dann machten wir eine Fahrradtour am Fluss entlang. Der Weg ist wirklich nur zu empfehlen. Eine tolle italienische Landschaft, angenehme Temperaturen und entspannte Eltern, die seelig Fahrradfahren. Meine Eltern werden nämlich ungenießbar, wenn sie sich nicht bewegen. Ich selbst hielt ein Schläfchen im Croozer und wir pausierten in einem netten Ort. Es gab Apfelsaft, Espresso und Bier und ich spielte auf dem Spielplatz. Italienische Restaurants und Bars haben nämlich tolle Spielplätze! Auf dem Rückweg machten wir wieder an der netten Bar halt, die wir bereits vorgestern besucht hatten, und die einen noch tolleren Spielplatz hat.

Anschließend fuhren wir zurück zum Zelt. Affe hatte es den ganzen Vormittag trocken gefönt, doch leider fing es – kaum waren wir am Zelt – an zu Gewittern. Also war wieder alles nass und Affe war etwas frustriert. Er hatte ganz umsonst gefönt, und das stundenlang.

Aber wisst ihr was? Wir haben richtig nette bayrische Nachbarn und wurden mit Hilfsbereitschaft überschüttet. Zuerst einmal haben wir eine Plane für den Zeltboden geschenkt bekommen. Jetzt fühlt es sich bei uns im Vorzelt an, wie auf einem Wasserbett! Dann haben sie uns zwei weitere Isomatten geliehen, so dass ich nun auf zwei Isomatten schlafen kann. Das ist natürlich noch bequemer, wobei ich es nicht unbequem fand. Aber die Isomatten wurden uns quasi aufgedrängt, da sagen wir natürlich nicht nein ;-). Zusätzlich durften wir noch im Vorzelt ihres Wohnwagen zu Abend essen. Sie selbst waren nämlich auswärts essen. So konnten wir ohne Matsch und Schlamm essen.

Am späten Abend (ich darf lange aufbleiben) besuchten Mama und Papa mit mir das Spieleland auf dem Campingplatz. Dort gibt es mehrere Fahrzeuge und Mama lud Papa und mich auf eine Bootstour ein. So konnte ich mit Papa gemeinsam ein elektronisches Boot fahren und steuern. Das war ein Spaß. Ich mag Geschwindigkeiten wirklich sehr gerne. Da bin ich auch gar nicht ängstlich und habe schon nach kurzer Zeit das Steuer des Bootes übernommen. Papa ist ganz schlecht geworden und hat vor Angst gezittert.

Leider durfte ich keine weiteren Fahrgeschäfte fahren, denn sie kosteten Geld. Aber morgen darf ich noch einmal in das Spieleland und mir ein Fahrgeschäft aussuchen. Daher habe ich auch nicht gemeckert als wir zum Zelt gegangen sind. Außerdem bin ich wirklich müde.

Ach ja, wir sind noch einem extrem dummen Deutschen begegnet. Er saß biertrinkend auf einem Plastikstuhl an seinem Wohnwagen und schimpfte über den vielen Matsch auf seinem Grundstück. Er habe sich bereits beschwert, so erzählte er es uns, und erwartete nun von dem Campingplatz, dass man Kies auffahre?

Papa fand die Idee sogar ein wenig faszinierend, allerdings war der Mann so peinlich, dass wir schnell weitergingen. Wahrscheinlich sitzt er immer noch vor seinem Schlamm und wartet, dass ein LKW kommt und Kies bringt.

Es ist schon erstaunlich, mit welcher Erwartungshaltung manche Menschen einem Campingplatz besuchen, oder nicht?

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