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Die ersten Jahre mit Eltern

Mama liest immer wieder diese dummen Elternratgeber. Leider gibt es keine Kinderratgeber, also Ratgeber für Dreijährige im Umgang mit ihren schwierigen Eltern. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, meine Erfahrungen aufzuschreiben.

1. Es ist nur eine Phase

Durch eine empirische Studie – nachgewiesen durch ein Elternpaar (nämlich das, mit dem ich zusammenlebe und welches mich gezeugt hat) – lässt sich belegen, dass Eltern immer gewisse Phasen durchlaufen, wenn sie ein Kind haben. Diese Phasen sind nicht immer einfach. Es gibt gute Phasen, in denen die Eltern wenig schimpfen und meckern, und es gibt schlechte Phasen, in denen sie viel meckern und schimpfen.

Vermutlich wachsen sie in den Meckerphasen? Genau habe ich habe dies noch nicht herausgefunden. Wichtig ist, dass ihr euch immer wieder sagt, dass es nur eine Phase ist und dass diese Phase – so schwierig sie auch ist – bald vorbei ist.

2. Eltern haben eigentlich nie Recht, aber ihr tut gut daran, sie in dem Glauben zu lassen, sie hätten Recht. Anders formuliert: Eltern sind Machtmenschen. Sie mögen es, wenn ihr das tut, was sie sagen und wenn ihr auf sie hört. In vielerlei Hinsicht sind ihre Vorstellungen vollkommen unverständlich und nicht nachvollziehbar. So soll man ins Bett gehen, obwohl man noch nicht müde ist oder man soll Crocs ohne Socken tragen? Ich kann 1000 Beispiele nennen, welche belegen, wie undurchschaubar dieses Handeln ist. Manchmal ist es sogar so, dass ein Elternteil eine Sache erlaubt und gut heißt, ein anderes Elternteil aber nicht. Dies ist noch unverständlicher. Rechnet außerdem damit, dass Eltern ihre Meinung auch ändern können. Das bedeutet, es kann am Montag okay sein, wenn man keine Mütze trägt, am Dienstag ist es aber ein Drama.

Was man dagegen tun kann? Das ist schwierig. Ich empfehle, nicht immer gleich in den Konflikt zu gehen, sondern erst einmal ruhig durchzuatmen. Eure Eltern befinden sich in einer solchen Situation in einer schwierigen Lage. Sie sind von ihren Gefühlen überwältigt und nicht Herr der Lage. Alternativ kann man sie auch in den Arm nehmen oder aber trotzen. Trotzen ist immer eine Alternative!

3. Eltern reden und reden und reden. Wenn man mit Eltern in einen Konflikt geht – was durchaus vorkommt – dann wird immer alles ausführlich erklärt und erläutert. So wollte ich zum Beispiel nicht, dass der Straßenbelag in der Spielstraße rot ist. Mama sollte das ändern und zwar sofort. Aber was macht Mama? Sie erklärt mir endlos lange, dass man Straßenbeläge nicht ändern kann. Die Zeit, welche sie in die Erläuterung gesteckt hat, hätte sie auch für eine Auswechselung verwenden können?!?!

4. Trotzanfälle

Eltern haben leider das Trotzen verlernt, bzw. sie wenden es sehr selten an. Das ist schade, denn Trotzanfälle sind eine äußerst sinnvolle Sache, um einen Konflikt zu beenden oder um seinen Willen durchzusetzen. Sie lösen daher Konflikte anders. Wie sie das tun? Das versuche ich gerade herauszufinden!

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