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Tag 3 vom Werbellinsee zum Oberuckersee

Heute sind wir 55 Kilometer gefahren und es war sehr sehr hügelig. Fakt ist, der Reiseführer lügt, denn es ist keinesfalls flach und kinderfreundlich. Zum Glück konnte ich die Fahrt in meinem mondänen Croozer genießen, während Mama und Papa ganz schön gestrampelt haben. Es ging wirklich ständig bergauf und bergab. Mama erklärte dies mit den beiden letzten Eiszeiten, der Saaleeiszeit und der Weichseleiszeit, aber Papa und mich interessierte dies nicht sonderlich. Ist es eigentlich provokativ, einen Quarkini zu essen, wenn meine Eltern bergauf schieben müssen?

Heute morgen sind wir übrigens erst gegen halb acht aufgestanden. Papa war schon länger wach und hat für Mama bei den Nachbarinnen Kaffee besorgt. Das muss Liebe sein!

In Joachimsthal haben Papa und ich dann eingekauft, Mama hat auf die Räder aufgepasst und für mich leckere Quarkinis gekauft. Dann begann die Bergetappe, aber wir haben zum Glück mehrere Pausen gemacht, zum Beispiel am Taubenturm und bei einer älteren Frau in der Gartenlaube. Dort gab es kaltes Bier und rassistische Bemerkungen über meine Aufenfarbe. Sie seien angeblich so schmutzig. Mama hat das aber gar nicht verstanden und war weiterhin nett zu der eigentlich netten Frau.

Am frühen Nachmittag kamen wir dann am Campingplatz an. Ab und zu nieselte es ein wenig, aber wir bauten im Trockenen unser Zelt auf und Mama und Papa sprangen kurz in den See.

Am Abend kochte Papa lecker für uns (Reis mit Wurst in roter Soße= ein typisches Camping Menü) und ich lernte auf dem Spielplatz zwei nette Mädchen kennen, die mich bespielten. Bei aller Bescheidenheit, ältere Mädchen finden mich irgendwie anziehend. Sie wollen mich immer anfassen oder neben mir sitzen. Außerdem bemuttern sie mich die ganze Zeit, aber das gefällt mir.

Dann muss ich noch von meiner Radfahrerkleidung berichten. Ich reise nämlich in einer ausgewaschenen Schlafanzughose mit Löchern. Mama nennt sie liebevoll Truckerhose. Ich habe vor, diese den kompletten Usedom Radweg zu tragen, denn sie sie sooooo bequem. Ich zeige euch später ein Foto. Papa findet sie doof, aber das ist mir egal.

Anschließend muss ich noch von einer lustigen Begegnung erzählen. Wir haben einen sehr alten Mann ins kompletter Rennfahrermontour getroffen, der angeblich während des Fahrens eingeschlafen war und daher einen Unfall hatte. Er konnte kaum noch laufen und machte daher eine Pause. Dort trank er eine Berliner Weiße und stieg anschließend wieder auf sein Fahrrad, oder besser gesagt, er versuchte es.

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