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Bericht aus dem Kindergarten

Ihr werdet staunen, aber ich bin beinahe zwei Monate ein Kindergartenkind. Natürlich ist das eine sehr große Veränderung in unserem Leben und Frau Bayal, die Chefin des Kindergartens sagt immer, dass nicht nur die Kinder in den Kindergarten kommen, sondern auch die Eltern. Ein bisschen verstehe ich was sie meint, denn auch meine Eltern müssen und mussten sich umstellen.

Die erste Umstellung ist die, dass ich morgens eine Frühstücksdose mitbekomme, die ich in meinen Rucksack stecke. Ich verlasse daher ebenfalls mit einem Rucksack das Haus, genau wie Mama, und das macht mich stolz. Witzigerweise kümmert sich Mama am Morgen um meine Brotdose und schmiert mir Brote, oder packt mir Obst ein. Ich gebe zu, manchmal ist sie ein bisschen faul und es gibt nur Knäckebrot, Trauben und einem Fruchtzwerg, aber es ist okay. Trotzdem kann Mama ja einmal im Internet nach leckeren Brotdosentipps googeln. Es gibt wirklich tolle Ideen (wink mit dem Zaunpfahl).

Im Kindergarten selbst ist alles sehr geregelt, nur meine Erzieherinnen wechseln ständig. Eigentlich sind Frau Bele und Frau Helten die Erzieherinnem in meiner Gruppe, aber Frau Bele ist bereits seit vier Wochen krank und Frau Helten ist aktuell um Urlaub. Mir selbst ist es ziemlich egal, denn ich komme gut zurecht, aber Mama regt das auf und ich glaube, wenn ich nicht so zufrieden mit dem Kindergarten wäre, hätte sie sich richtig darüber aufgeregt.

Im Kindergarten selbst gibt es unheimlich viele und tolle Spielsachen. Ich habe noch immer nicht alles entdeckt, bin aber am liebsten in der Bauecke.

Wir machen auch so genannte Mottowochen und aktuell befassen wir uns mit dem Thema Apfel. Wir malen Apfelbilder, singen Apfellieder und lesen Apfelbücher. Heute habe ich z.B. ein kleines Apfelbuch erstellt und Mama und Papa geschenkt. Sie waren ganz verzückt.

Am Freitag gibt es eine Turnstunde. Immer zehn Kinder gehen in die Turnhalle und turnen mit Hengstenberg Materialien. Das kenne ich bereits von Bianca, denn ich komme ja aus einer Bewegungs-Tagespflege. Das Konzept legt Wert darauf, dass keine Matten vorhanden sind und man nur das macht, was man sich zutraut. Das habe ich jetzt sehr pädagogisch formuliert, oder nicht?

Natürlich esse ich auch im Kindergarten und das ist mir aktuell so wichtig, dass mich Mama oder Papa auch erst nach dem Mittagessen abholen dürfen. Zum einen schmeckt das Essen sehr gut, zum anderen spielen wir sehr lustige Spiele, wenn wir am Tisch sitzen und auf das Essen warten. Beides will ich nicht verpassen. Der Speiseplan ist sehr kindgerecht und abwechslungsreich. Ketchup gibt es dummerweise nicht.

Wie sieht also so ein typischer Tag im Kindergarten aus? Entweder Mama oder Papa bringen mich morgens in den Kindergarten. Wir ziehen dann am Eingang die Schuhe aus und gehen in meine Gruppe. Vor acht Uhr hat allerdings nur eine Gruppe auf, und da kann es sein, dass ich in die Fischgruppe oder in die Marienkäfergruppe gehe. Nach acht Uhr haben dann alle Gruppen geöffnet und wir können in Ruhe frühstücken oder eben spielen. Später beginnt das gemeinsame Programm im Stuhlkreis uns gegen 11 Uhr gehen wir raus. Um 12 Uhr werden dann die Kinder abgeholt, die nicht Mittagessen und für alle anderen Kinder gibt es Mittagessen. Anschließend werden natürlich die Zähne geputzt und wir können dann spielen. Gegen 15 Uhr gehen wir noch einmal raus. Dies ist sehr angenehm, denn es sind dann viel weniger Kinder da und man kann die besseren Spielsachen nutzen. Spätestens um halb fünf muss ich angeholt werden, aber Mama und Papa bemühen sich sehr und holen mich meistens früher ab.

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