Veröffentlicht in Alltag, Urlaub

Tag 5: Arles und die Carmague

Heute verließen wir unseren Campingplatz bei Avignon. Papas Rücken geht es immer besser und er konnte beim Abbau bereits helfen. Mama wird gleichzeitig immer routinierter und kann mittlerweile den Fahrradanhänger anbauen und die Fahrräder befestigen. Wir konnten daher bereits gegen zehn Uhr losfahren.Unser nächstes Ziel war die Camargue und der Ort Saintes Marie de la Mar. Vorher machten wir aber noch einen Stopp in der Stadt Arles. Zum einen mussten wir dringend Wäsche waschen und zum zweiten gab es eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten in Arles. So hat der Maler Vincent van Gogh längere Zeit in Arles verbracht und da ich aktuell Maler werden möchte (und nicht mehr Lehrer) interessierte mich dies wirklich. Ich suchte mir zum Beispiel in einem Souvenirladen ein sehr nettes Bild von Vincent van Gogh aus, welches ich in mein Zimmer hängen möchte. Wir besuchten außerdem die Irrenanstalt, in der Vincent van Gogh untergebracht war und das Cafe, welches er auf einem Bild gemalt hatte. Zusätzlich gingen wir wieder einmal zu einer römischen Amphitheater, aber das fanden wir langweilig. Sorry Rita, aber Thermen und Amphitheater kann man auch in Xanten besichtigen.Auf dem Rückweg hatten wir übrigens unheimliches Glück. Beinahe wären unsere Fahrräder geklaut worden. Wir hatten unser Auto leichtsinnigerweise in der Innenstadt geparkt und unsere Fahrräder auf dem Fahrradanhänger befestigt. Sie waren zwar gesichert, aber dennoch hatten Diebe versucht, sie herunterzureißen. Vermutlich wollten sie Mamas Rennrad – also Bulls – klauen. Zum Glück war mein Baby Bulls davor befestigt und sie hatten den armen Baby Bulls bereits etwas von der Befestigung gerissen, als die Polizei die Diebe erwischte. Es waren also noch alle Fahrräder da, als wir wiederkamen, allerdings war mein armer Baby Bulls halb von der Vorrichtung gerissen worden. Die französische Polizei hatte extra auf uns gewartet, um uns über den Vorfall zu informieren! Ist dies nicht nett? Wir hatten zuerst einen riesigen Schreck bekommen und dachten wir hätten einen Fehler beim Parken gemacht. Das könnt ihr bestimmt nachvollziehen, oder? Stellt euch vor, ihr kommt von einem Stadtausflug zurück und die Polizei wartet auf euch?Jedenfalls sind wir sehr angetan von der Freundlichkeit der Franzosen. Wir haben bisher nur nette und hilfsbereite Franzosen getroffen und dies obwohl wir kein Wort Französisch sprechen!Danach fuhren wir weiter nach Saintes Maries de la Mar, ans Meer. Der kleine Ort liegt inmitten einer Sumpflandschaft, an der Mündung der Rhone und gleichzeitig am Mittelmeer. Wir mieteten auf einem Campingplatz eine kleine Hütte, da das Wetter in den nächsten Tagen nicht ganz so gut werden sollte und wir alle Sehnsucht nach etwas mehr Platz hatten. Zusätzlich vermissten wir eine richtige Toilette, eine warme Dusche und ein bequemes Bett. All dies fanden wir in unserem kleinem Bungalow. Mama duschte erst einmal ausgiebig, ich genoss es ein eigenes Zimmer zu haben und spielte ausgiebig mit meinen Autos und Papa ging zwei Mal innerhalb von vier Stunden auf die Toilette!Wir fuhren noch mit dem Fahrrad einkaufen und ich ging mit Mama ans Meer. Ich tobte ausgiebig in den Wellen und Mama war ganz überrascht, wie mutig ich geworden bin. Vor einem Jahr hätte ich mich dies noch nicht getraut, so behauptet sie. Papa kochte lecker für uns (natürlich Fisch) und wir genossen es, den Abend im Haus zu verbringen. Campen ist ganz nett, aber auch sehr eng, vor allem wenn das Wetter nicht richtig warm ist.

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