Veröffentlicht in Urlaub

Tag 6 in Frankreich: Papas blöder Rücken und eine Schifffahrt auf der Rhone

Wir genossen die Nacht in unserem Ferienhaus. Mama schlief bei mir im Zimmer und wir standen gemütlich auf und aßen im Schlafanzug am Frühstückstisch leckere Magdalenas. Normalerweise kenne ich diese nur aus Spanien, aber irgendwie gibt es sie auch hier in Südfrankreich und das lasse ich mir natürlich nicht entgehen.In der Nacht hatte es mehrmals kräftig geregnet und gestürmt, es war also eine gute Idee, sich dieses Ferienhaus für drei Tage zu mieten. Wir waren also bester Laune und Papa ging eine Runde joggen und dabei passierte es: er trat doof auf und sein Rücken schmerzte wieder genauso schlimm wie in Dijon. Es ging ihm ab dann also wieder nicht gut und er konnte kaum sitzen.Trotzdem fuhren wir erst einmal in die Innenstadt von Saintes Marie de la Mar und besuchten eine Apotheke und den Wochenmarkt. Dieser war sehr klein, aber wir kauften dennoch ein paar Köstlichkeiten. Ich kaufte zum Beispiel ein leckeres Käsebrötchen, Mama und Papa mehrere Spezialiäten der Provence. Diese aßen wir dann zu Mittag. Danach fuhren wir zurück zum Ferienhaus und ruhten uns ein wenig aus. Leider wurde Papas Rücken nicht besser, sondern schlechter und daher zwangen mich meine Eltern wieder in die Stadt zu fahren, damit Papa einen Arzt besuchen konnte. Das ist in Frankreich aber gar nicht so einfach. Zwar gibt es hier Ärzte, aber man muss mit ihnen ein „Rondeveuz“ vereinbaren, und zwar per Telefon. Papa schaffte dies sogar, aber am Freitag ist wohl kein Arzt mehr erreichbar. Daher besorgte sich Papa in der Apotheke Schmerzmittel und Schmerzsalbe. Zum Glück sind die Südfranzosen sehr nett und hilfsbereit und wir man kann sich auch gut mit den Händen und Füßen verständigen. Mama fährt da übrigens eine ganz seltsame Strategie. Sie spricht immer einfach Deutsch und die Franzosen antworten dann auf Französisch, das versteht Mama sogar meistens. Trotzdem wäre es sinnvoll gewesen, wenn Mama die Körperteile gelernt hätte – diese Vokabeln hat sie immer ausgelassen und sich darüber aufgeregt, wozu man die Vokabel „Rücken“ oder „Bein“ wohl braucht. Hätte sie Mal diese Worte gelernt.Zurück zu Papas Rücken: Da kein Arzt Zeit hatte, unternahmen wir eine kleine Schifffahrt auf der Rhone. Diese mündet nämlich direkt um die Ecke in das Mittelmeer. Die Schifffahrt selbst war sehr nett, aber mir wurde es irgendwann zu langweilig. Ab und zu konnten wir Pferde und Stiere beobachten, aber ansonsten fuhren wir durch eine sumpfige Landschaft. Ich glaube aber, dass es Mama und Papa gefallen hat.Am Abend kochte Papa wieder lecker für uns und wir malten gemeinsam mehrere Bilder aus meinem Ausmalbuch aus. Beim Kochen schnitt sich Papa übrigens noch tief in den Daumen!!! Armer Papa. Er hat einen kaputten Rücken, einen Splitter im Finger und nun auch noch eine Schnittwunde am Daumen. Dem Rücken geht es aktuell etwas besser, aber dies kann auch an den Schmerzmitteln liegen. Wir überlegen daher, ob wir bereits am Sonntag zurückfahren und die kommende Woche in Frechen verbringen. Mit einem kaputten Rücken und nicht idealem Wetter ist es irgendwie ungünstig in einem engen Campster zu schlafen.P.S. Warum hat Peter Handke den Nobelpreis für Literatur bekommen? Ich habe heute den Gesprächen von Mama und Papa gelauscht und verstehe es auch nicht! Ich hoffe im nächsten Jahr gewinnt Rita den Nobelpreis für Literatur!

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