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Theodors Frankreichtipps

Dies war unser erster Urlaub in Frankreich und wir sind um einige Erfahrungen reicher. Da wir planen, wiederzukommen, möchte ich einige Tipps festhalten. Vielleicht sind sie ja auch für euch hilfreich:

  1. Man muss kein Französisch sprechen können, wenn man in Frankreich ist! Dies ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis des Urlaubs. Alle Franzosen, denen wir begegnet sind, waren ausgesprochen hilfsbereit und freundlich. Immer wieder habe ich etwas geschenkt bekommen, oder mir wurde der Eintritt erlassen. Ich erinnere außerdem an die netten Polizisten, die extra auf uns gewartet haben, um uns zu sagen, dass unsere Fahrräder nicht mehr richtig am Trailer befestigt waren. Dennoch kann es nicht schaden, einige einzelne Wörter zu verstehen. Ich empfehle hierzu eine App auf dem Handy.
  2. Das Wetter ist nicht immer gut! Auch wenn es in Reiseführern stets heißt, die Provence sei sonnig und warm, so gilt dies nicht zwangsläufig für den Oktober. Ein Urlaub im Campster ist grenzwertig, wenn das Wetter nicht richtig gut ist. Nachts kann es kalt werden und es wird auch schon früh dunkel. Sobald die Sonne weg ist, ist es ziemlich kalt und man kann dann nicht mehr draußen sitzen. Dies haben wir nicht bedacht – vor allem wird es erst um 8 Uhr hell und ab 19 Uhr ist es wieder dunkel. Für den nächsten Herbsturlaub sollten wir daher wärme Kleidung einpacken. Ich empfehle bequeme Stoffhosen und dünne Pullover. Kurze Hosen konnte ich nur einen Tag tragen!
  3. Täglich wechselnde Orte mit dem Campster sind zu anstrengend, wenn man zu dritt und mit einem Fahrradanhänger reist. Diese Erkenntnis ist ebenfalls neu für uns und es ist gut, dass wir dies nun wissen. Wir haben einfach zu viele Sachen mit, wenn wir zu dritt reisen und der Stauraum ist in dem Auto begrenzt. Außerdem muss mindestens eine Person unten schlafen, so dass wir auch nicht genug Kofferraumplatz haben und ständig das untere Bett auf- und zu klappen. Bei einem täglichen Ortswechsel müsste man daher viel umräumen. Fakt ist: Nur wer alleine reist, oder maximal zu zweit reist, kann täglich die Orte wechseln.
  4. Es gibt viele kulinarische Köstlichkeiten, aber einige Dinge haben wir auch vermisst. Beginnen wir mit den leckeren Dingen: Baguette, Croissants und allgemein Backwaren sind köstlich. Besonders empfehlenswert sind die überbackenen Käsebrötchen. Man kann sich sogar den Käse aussuchen! Weiterhin gibt es viele Lebensmittel, die der spanischen Küche ähneln. So gibt es Chorizo und Magdalenas und jede Menge Oliven. Mama ist besonders angetan von den 1 Liter Bierflaschen im Glas, die es in einer Vielzahl von Sorten gibt und Papa schmeckt der Französische Wein (Rot und Rose). Er hat bisher keinen schlechten Wein getrunken und extra in der Apotheke nachgefragt, ob er trotz Schmerzmitteln Wein trinken (die Antwort war natürlich ja 😉 ). Negativ fällt uns auf, dass es kaum Fischstände gibt. Aktuell wohnen wir direkt am Meer und in der Hafenstadt Saintes Marie de la Mar, aber es gibt kaum Fisch zu kaufen. Selbst auf dem Markt gab es keinen Fischstand. Außerdem ist die Auswahl an Obst und Gemüse sehr gering. Wir hatten gedacht, dass es hier alle möglichen Früchte gibt, wie Melone, Erdbeeren usw. Stattdessen gibt es hier eher Kohlsorten und Rüben?
  5. Reisen im Herbst lohnt sich, weil es nicht voll ist. Wir sind überrascht, wie wenig Touristen sich in die Provence verirrt haben. Überall stehen die riesigen Parkplätze leer und lassen uns nur erahnen, was im Sommer hier wohl los ist. Angeblich sollen in das Dorf Gordes über 500 Tagestouristen kommen und alle Autostraßen voll mit Touristen sein. Auch auf den Campingplätzen herrscht dann Hochsaison und man muss bereits Monate vorher reservieren, um überhaupt einen Platz zu bekommen. Jetzt, im Herbst, ist es überall herrlich ruhig und man bekommt definitiv einen Parkplatz und einen Stellplatz. Zusätzlich ist alles günstiger.
  6. Fazit: Eine Reise nach Südfrankreich ist lohnenswert. Es gibt unfassbar viel zu sehen, ohne dass man lange mit dem Auto fahren muss. So waren wir in Avignon, in Arles, in Gordes, in Fontaine de Vacluse und in der Carmargue – alles in einem Radius von circa 100 Kilometern. Fahrradwege für Kinder sind aber Mangelware. Da hat es mir am Gardasee besser gefallen. Hier verlaufen die Fahrradwege in der Regel an der Autostraße entlang und das ist mir und auch Babybulls zu gefährlich.

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