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Tipps für das richtige Verhalten bei Kindergartenfesten

Wir sind alle drei nicht besonders enthusiastisch, wenn es um die aktive Teilnahme bei Kindergartenfesten geht. Wir sind die passiven Teilnehmer, und ich für meine Verhältnisse sitze dann gerne bei meinen Eltern, beobachte die Lage und bastele. Ihr dürft das nicht falsch verstehen, mir machen solche Feste große Freude, aber ich habe dabei keine Lust mit Menschen zu agieren. Meine Eltern sind ähnlich gelagert, aber Mama hat mittlerweile gelernt, takisch klug zu agieren. Ihr lest richtig, sie agiert taktisch klug, und diese Tipps möchte ich euch heute weitergeben:

1) Bei jedem Fest muss man sich in Listen eintragen. Man kann Kuchen backen, beim Aufbau helfen, beim Abbau helfen oder Bons verkaufen. Mama liebt Listen und trägt sich immer sehr schnell ein. Dies ist schon einmal wichtig, denn die Letzten müssen immer dumme Sachen machen und meistens ist das bei uns im Kindergarten: einen Käsekuchen backen. Also seid schnell, sonst müsst ihr Käsekuchen backen.

Persönlich fänden wir „Abbau“ am schlimmsten (denn dann müssten wir bis zum Ende bleiben), aber bei mir im Kindergarten sind diese Eintragungen erstaunlicherweise sehr begehrt.

2) Taktisch klug ist dann die Position: „Bonverkauf“. Mama trägt sich dort immer ein, und immer für die erste Schicht. Dies soll zeigen, dass sie hochmotiviert ist, in Wirklichkeit wollen wir aber nur schnell Bons haben. Ausgesprochen clever, oder? Und da Mama an der Quelle sitzt, kauft sie immer ganz schnell Bons für uns. Wobei ich sie hier korrigieren muss: sie kauft eigentlich gar nix und sitzt nur rum.
Dies liegt daran, dass die erste Bonschicht immer zu zweit durchgeführt wird, damit nichts schief geht und das andere Mitglied ist immer ein Förderkreismitglied. Mama sitzt also eine Stunde da (wir sind keine Förderkreismitglieder) und guckt dem Fördermitglied zu, wie es Bons verkauft. Ein Bon kostet dann einen Euro. Mama wurde der Ablauf aber trotzdem sehr gewissenhaft und ausführlich erklärt. Aber ich verstehe dies: anspruchsvolle Tätigkeiten benötigen eine gewissenhafte Einführung!

3) Papa hat keine Lust auf Bonverkauf und Gespräche, er hat übrigens gar keine Lust auf diese Feste. Er sucht daher, mit taktisch geschultem Blick, nach Gesprächspartnern, die ihn nicht zu sehr nerven. Doch woran erkennt man diese?

Eigentlich ist dies ganz einfach: man muss die Eintragungslisten überprüfen. Menschen, die nur veganen, basenfreien Käsekuchen backen, meidet Papa zum Beispiel. Zusätzlich meidet er alle Menschen, die beim Abbau helfen wollen und alle Menschen, die sich für mehrere Aufgaben eingetragen haben.

Ihr seht, es ist also gar nicht so schwer, ein solches Fest friedlich und ohne viel Aufsehen zu überstehen.

Hier noch drei Fotos, die ich selbst geschossen habe:

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