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Tag 15: Alltag mit Mama und eine geschwollene Lippe

Heute hatte ich einen Unfall und ich hatte mächtig Glück. Ich spiele nämlich draußen gerne das Spiel „Wo sind meine Arme“ und verstecke dann meine Arme und Hände am Bauch, so dass meine Jackenärmel leer sind. Das Spiel ist sehr witzig, ich werde es aber nicht mehr spielen, denn heute bin ich beim Rennen gestürzt und konnte mich nicht mit den Armen abfangen. Ich bin also richtig auf das Gesicht gefallen und habe erst einmal nur Blut gesehen. Zum Glück hatte ich nur Nasenbluten und eine aufgeplatzte Lippe, aber es hat erst einmal richtig stark geblutet und die Taschentücher waren schnell leer und vor allem ziemlich rot. Das hat mich dann noch mehr erschrocken. Zum Glück hatte Mama einen roten Pullover an, welchen sie auszog und mir gab. Der blutete dann zwar ordentlich voll, aber ich sah es wenigstens nicht richtig. Als die Blutungen aufhörten, beruhigte ich mich und Mama checkte mich erst einmal durch und alle Zähne waren noch da. Glück gehabt ;-).

Aber genug vom Unfall. Ich erzähle lieber vom heutigen Tag: Papa ist früh aufgestanden und nach Bonn gefahren. Mama und ich haben bis halb acht geschlafen und dadurch Paw Patrol verschlafen. Das hat mich geärgert. Mamas Stimme ist weiterhin besser, aber immer noch nicht gut. Trotzdem kann man wieder mit ihr reden. Wir frühstückten gemeinsam und Mama schenkte mir dann zwei neue Malbücher, welche sie am Samstag günstig bei Lidl bekommen hatte. Ein Ausmalbuch über die Feuerwehr und ein Paw Patrol Ausmalbuch. Wir malten lange und hörten dabei das Kinderradio von WDR. Dies kann ich sehr empfehlen. Es geht immer um verschiedene Themen und heute ging es um das Thema Fahrrad. Später räumten wir weiterhin die Bücherregale aus und ich durfte einige alte Bücher bemalen und Bilder ausschneiden. Wir fanden außerdem die Autobiographie meines Urgroßvaters. Mama hat mir aber verboten, sie zu bemalen und daraus vorlesen will sie mir auch nicht. Es geht angeblich um den Krieg und das soll ich nicht lesen.

Später spielten wir noch Kindergarten, saugten und wischte das komplette Haus, pflanzten die Blumen um und holten das Freundebuch von meiner Kindergartenfreundin Luisa ab. Dann passierte dieser Unfall und wir fuhren wir wieder nach Hause. Zum Glück kam Papa schon gegen halb fünf und spielte noch wirklich lange mit mir. Das hat richtig Spaß gemacht!

Allerdings haben wir riesigen Ärger mit Hüpfpferd. Es haute ab und ging auf den Spielplatz!!!! Seht selbst. Wir waren natürlich nicht auf dem Spielplatz!

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Tag 14: Kinovorstellung für die Kuscheltiere

Ich wünschte, ich könnte schreiben, dass die Hälfte geschafft ist, aber wir rechnen alle nicht damit. Das einzige Positive ist bisher das Wetter, denn es war zwei Wochen durchgehend trocken, wenn auch häufig kalt. Heute am Sonntag war es dafür regnerisch und dann merkt man diese Kontaktsperre gleich noch mehr. Man kann nämlich nicht einmal lange an die Luft gehen und sitzt wirklich den ganzen Tag gelangweilt zu Hause. Die Stimmung war also nicht besonders gut, aber wir versuchten, das Beste daraus zu machen und vor allem dem Tag eine Struktur zu geben. Papa hat dies von Anfang an vorgegeben und auch Mama hat sich gefangen und bemüht sich mehr und mehr um Struktur. Ihre Stimme wird zum Glück auch langsam besser, aber es dauert einfach ewig bei ihr!

Wir frühstückten also gemeinsam und wechselten uns dann mit Spielphasen und Ruhephasen ab. Jeder sollte einmal die Gelegenheit haben, etwas ungestört und alleine zu machen. Zusätzlich bereitete Papa leckeres Essen vor und Mama und ich bastelten Kinokarten für die Nachmittagsvorstellung bei uns zu Hause. Es wollten wirklich viele Kuscheltiere zu uns in Kino kommen und das musste gut vorbereitet werden. Um 16 Uhr ging es los. Der Film war aber schlecht. Es ging um eine Maus, welche sich mit einer Ratte anfreundete und ein Königreich rettete, welches keine Suppe mehr kochte. So ganz habe ich es aber nicht verstanden. Alles in allem rettete der Kinonachmittag aber unseren Tag und wir wollen dies nächstes Wochenende wiederholen, allerdings mit einem besseren Film ;-).

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Tag 13: Wir machen eine tolle Wanderung auf dem Heideweg

Heute haben wir eine richtig lange Wanderung unternommen. Wir sind den Heideweg gewandert und dieser ist 22 Kilometer lang. Wir sind diesen schon einmal gewandert. Ihr könnt dies auch auf meinem Blog nachlesen (einfach in der Suchfunktion „Heideweg“ eingeben). Damals hatte Mama ganz seltsame Bauchkrämpfe und Papa und ich mussten noch für sie in die Apotheke fahren.

Um die lange Strecke zu wandern, sind wir bereits gegen halb zehn Uhr losgefahren. Wir parkten am Parkplatz Aggerstadion und wanderten von dort in Richtung Lohmar. Natürlich verliefen wir uns auch dieses Mal an mehreren Stellen. Irgendwie passen wir zwischendurch nicht richtig auf. Entweder übersehen wir ein Wanderzeichen oder aber wir biegen falsch ab. Aber ich kann auch nicht die ganze Zeit aufpassen. Ab und zu bin ich auch abgelenkt. Zum Beispiel gucke ich mir ein Tiptoibuch an oder spiele Pferdchen. Wisst ihr eigentlich was ich werden möchte? Ich möchte Polizist werden. Darüber habe ich mich heute ganz lange mit Mama und Papa unterhalten. Aus diesem Grund habe ich mich auch ganz in blau angezogen.

Nach der erfolgreichen Wanderung, bei der ich übrigens vier oder fünf Kilometer selbst gelaufen bin, haben wir bei unserem Stammgriechen Pano zu Abend gegessen. Leider mussten wir das Essen mitnehmen, was schade ist, denn wir mögen Pano (so heißt der Chef) total gerne. Er ist immer so herrlich gleichgültig und grimmig, das passt so gar nicht nach Königsdorf. Die Sympathie beruht, so glauben wir, auf Gegenseitigkeit. Denn der Pano quatscht häufig mit Mama, schenkt mir immer Caprisonne und heute hat er Papa sogar noch griechischen Wein dazu geschenkt. Wir hoffen sehr, dass Pano gut durch die Coronakrise kommt, Königsdorf würde sonst einen herben Verlust erleiden. Denn bei all den „seid ihr gut drauf“ / „alles ist toll“ / und „immer locker bleiben“ Menschen, die hier wohnen, ist er eine willkommene Abwechslung.

Sehr empfehlenswerte Wanderung
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Tag 11 und 12 ohne Kindergarten: Mama wird krank und verliert ihre Stimme

Bereits am Mittwochabend klagte Mama über Halsschmerzen, aber sie hat häufiger Halsschmerzen und dachte, es käme von der Rennradtour. Leider war dies nicht so, denn sie wurde am Donnerstag immer stimmloser und am Donnerstagabend hatte sie kaum mehr Stimme. Das ist richtig blöd, denn so konnte Mama am Freitag überhaupt nicht mit mir sprechen. Papa musste arbeiten und so war ich mit einer sprachlosen Mama zu Hause. Zum Glück hatte sie sonst keine Beschwerden und wir konnten die beiden Tage daher zu Hause verbringen. Am Freitag wurde es allerdings zunehmend langweiliger. Wir verbrachten viel Zeit im Garten, da es einigermaßen warm war und ich unterhielt Mama so gut es ging. Zwischendurch nervte es aber doch, dass sie nicht sprechen konnte. Zum Glück am Papa schon gegen halb Vier und ich konnte mich wieder richtig unterhalten. Mama ging dann baden und ganz früh schlafen. Das half, denn am Samstag war es mit der Stimme zwar noch nicht perfekt, aber sie konnte zumindest wieder ein bisschen sprechen.

Trotzdem, ich will nicht meckern. Mama hätte es ja noch schlechter gehen können. Mehrere Kollegen von Mama sind nämlich krank, teilweise auch mit Fieber. Ob das Coronavirus doch in der Anstalt war?

Hüpfpferd lässt sich trotz Corona nicht die Laune verderben!
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Tag 10: Papa sorgt für gute Laune

Heute hat Papa von zu Hause gearbeitet und das war auch dringend notwendig. Vielen Dank, Papa! Du hast Mama und mir einen schönen und abwechselungsreichen Tag geschenkt. Wir konnten beide neue Kraft tanken und hatten ein wenig Ruhe voneinander. Den Morgen haben wir, wie die letzten Tage auch, mit Kaffee und Keksen im Bett begonnen. Ich wache meistens vor sieben Uhr auf, warte aber bis sieben Uhr, denn erst dann darf ich Mama und Papa wecken. Außerdem beginnt um sieben Uhr Paw Patrol. Den Vormittag haben wir dann sehr abwechselungsreich gestaltet. Papa hat zum Beispiel einen Playmobil Zoo mit ihr gebaut und Mama und ich haben die Bücherregale im Wohnzimmer entstaubt und neu eingeräumt. Das hat uns beiden Spaß gemacht.

Am Nachmittag haben Papa und ich einen Fahrradausflug zum Otto-Maigler-See unternommen. Ich bin mit Jule beinahe einmal um den ganzen See gefahren. Das letzte Stück bin ich aber im Tandemmodus gefahren. Mama hatte währenddessen eine Familienpause. Sie hat gelesen und eine Rennradtour mit Bulls unternommen. Das tat ihr, so mein Eindruck, sehr gut. Gegen 17 Uhr haben wir dann etwas Verrücktes gemacht. Wir sind mit Lucky Sky zu MC Donalds gefahren, haben uns beim Mc Drive unser Essen geholt und haben das Essen dann im Auto gegessen. Papa hat sogar extra den Tisch im Auto aufgebaut. Das war ein Spaß und für einen Moment haben wir alle drei diese Corona-Sache vergessen können. Daher: der heutige Tag tat wirklich gut!!!

Ausflug mit Jule und Prince an den See
Gemütliches Essen im Lucky Sky
Wir putzen die Bücherregale, verrückt was wir alles an Büchern besitzen
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Tag 9: Immer noch alles doof

Meine Krise hält an und außerdem haben Mama und ich uns heute auch richtig gestritten. Das kommt selten vor und zeigt, dass wir zu lange zu viel Zeit miteinander verbracht haben. Wir haben trotzdem versucht, diesen sonnigen Tag so gut es geht zu gestalten. Zum Glück ist das Wetter weiterhin gut, auch wenn es sehr kalt ist.

Als erstes haben wir lange geschlafen, nämlich bis beinahe neun Uhr. Das lag auch an der unruhigen Nacht. Es gab nämlich einen Pippiunfall und so mussten wir das gesamte Bett abziehen. Nach Keksen, Kaffee und Paw Patrol haben Mama und ich den Tag begonnen. Papa musste leider früh los und auch lange arbeiten. So haben Mama und ich alleine gefrühstückt und dann erst einmal ein wenig aufgeräumt und Wäsche gewaschen. Im Anschluss daran hat Mama mit mir und den Kuscheltieren eine Stunde lang Kindergarten gespielt. Wir haben mit den Kuscheltieren gespielt, ihnen Essen gekocht und immer wieder einen Gruppenkreis gebildet, um die Regeln zu erklären. Weiterhin sind zwei Kuscheltiere problematisch: nämlich Hase und Ako. Hase kann nicht still sitzen und Ako will nie mit anderen Kindern spielen. Besonders nett sind Roger und Affe.

Danach haben wir im Garten Fußball gespielt und auf der Terrasse gepicknickt. Es gab Erdbeeren und Piccolini Pizza. Dann hat Mama Mittagspause gemacht und ich musste eine Stunde alleine spielen. Ich mag die Mittagspause nicht. Sie ist doof. Eigentlich kann ich mich gut alleine beschäftigen, aber momentan fällt es mir schwer und ich mag ungerne alleine bleiben. So muss Mama immer im selben Raum sein wie ich.

Am Nachmittag haben wir einen Ausflug in den Kölner Stadtwald unternommen. Wir haben wieder die Ziege besucht. Hüpfpferd war ganz angetan davon, allerdings ist er in Brennessel getreten. Armes Hüpfpferd. Am Abend haben Mama und ich uns dann gestritten, aber wir haben uns zum Glück wieder vertragen und jetzt ist alles wieder gut. Mit Mama macht streiten aber wirklich keinen Spaß. Sie wird nicht so schnell wütend wie Papa, aber wenn sie wütend ist, ist es nicht so leicht, sie zu beruhigen. Gegen sechs Uhr kam Papa, wir haben gemeinsam gegessen und dann hat Papa mit mir gespielt. Morgen arbeitet er auch von zu Hause. Das bringt etwas Abwechselung, die wir dringend benötigen, denn immer dieses Wandern und Spazieren gehen langweilt mich mittlerweile gewaltig. Blödes Corona, blöde Kontaktsperre, blöde Situation!!!!

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Tag 8: Laaangeweile

Heute war ich unzufrieden. Es lag nicht an Mama oder an Papa. Beide haben sich sehr bemüht, ich war einfach gelangweilt und irgendwie unzufrieden. Daher habe ich mich auch, wie Mama sagt, seltsam verhalten und Mama immer wieder geärgert. Ich habe ihr zum Beispiel Stifte über den Kopf geschüttet oder die neuen Fußballtore weggetragen als sie mit mir Fußball spielen wollte. Ich weiß, das ist nicht nett von mir und ich kann auch nicht genau sagen, warum ich es gemacht habe. Mama hat natürlich geschimpft und dann habe ich geweint. Später habe ich dann alleine gespielt, ich bin Mama irgendwie überdrüssig und ihr geht es wahrscheinlich auch so. Zum Glück kam Papa bereits gegen fünf Uhr und wir haben dann eine Stunde Playmobil gespielt. Am Mittwoch Nachmittag wird Papa sich auch frei nehmen und mit mir einen Männer Nachmittag unternehmen. Das bringt etwas Abwechslung und ich freue mich schon!

Mama und ich haben am Abend aber noch ganz lange gekuschelt und den morgigen Tag geplant. Ich gebe Mama mittlerweile Recht: wir müssen einfach etwas unternehmen und können nicht den ganzen Tag im Haus herumhängen. Das macht mich unzufrieden. Zum Glück spielt das Wetter wenigstens mit. Morgen werden wir also zu zweit einen Ausflug machen. Außerdem habe ich mit Nachbarskindern Spielzeug getauscht. Ich habe zwei weitere Puzzle bekommen, ein anderes Tiptoibuch und eine Toniefigur. Der morgige Tag wird also bestimmt besser! Aber vor uns liegen noch mindestens 13 Tage und das ist irgendwie verdammt lange!!! Euer deprimierter Theodor 🙁

Das neue Fußballtor, noch ohne Netz.
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Tag 7: Zwei Wochen Kontaktverbot und wir wandern den Mönchweg

Nun ist es endlich offiziell, ganz Deutschland hat zwei Wochen Kontaktverbot. Papa und Mama haben mich um sieben Uhr auf den Arm genommen und wir haben gemeinsam Nachrichten geschaut. Anschließend haben sie mir noch einmal erklärt, was dies genau heißt. Ich darf zwei Wochen nur Zeit mit Mama und Papa verbringen und zu allen anderen Menschen muss ich mindestens 1,5 Meter Abstand halten. Hättet ihr mir das vor zwei Wochen gesagt, ich hätte euch einen Vogel gezeigt? Aber die Situation ist weiterhin erschreckend. Dies gilt vor allem für Italien, für Spanien und für England und auch wir sind unsicher und ängstlich. Was passiert, wenn die Infektionen weiter steigen und wie lange kann man solch eine Kontaktsperre aufrecht erhalten, vor allem aber, was passiert danach? Man kann ja nicht einfach diese Sperre aufheben und dann spazieren alle fröhlich zum Friseur oder in die Geschäfte und holen sich das Virus? Ich höre lieber auf, darüber nachzudenkenbund erzähle lieber vom heutigen Tag.

Wie jeden Morgen gab es Kaffee und Kekse im Bett. Leider hatten Mama und Papa einen kleinen Streit, daher war es nicht ganz so gemütlich, aber sie haben sich schnell wieder vertragen. Ich glaube, sie werden sich die nächste Zeit häufiger streiten, was doof ist, denn ich mag es nicht, wenn sie streiten. Nach einem Frühstück haben wir das Essen für die Wanderung vorbereitet, die Wegbeschreibung für die Wanderung gesucht (angeblich war ich schuld und angeblich habe ich sie im Schrank versteckt) und uns angezogen. Wir fuhren dann in die Nähe von Siegburg an die Wahnbachtalsperre. Mama und Papa verwechseln immer die Talsperren und dachten anfangs sie seien im Bergischen Land. Ich erwähne jetzt besser nicht, dass Mama Geographie studiert hat, oder?

Wir waren also nicht im Bergischen Land, was man bereits an der Fahrt auf der Autobahn hätte merken können. Die A3 fährt nämlich nicht in das Bergische Land ;-), aber auf mich hört man ja nicht, stattdessen beschuldigt man mich Wanderkarten zu verstecken. Wir waren in der Naturregion Sieg und wanderten dort den Mönchweg. Dies führte ebenfalls zu Verwirrung, denn im Bergischen Land gibt es ebenfalls einen Mönchweg. Manchmal schäme ich mich für meine Eltern…..

Die Wanderung selbst ist sehr empfehlenswert und absolut croozerfreundlich. Es gibt nur eine nennenswerte Steigung, ansonsten wandert man auf gut ausgebauten Wegen. Ein kurzes Stück muss man auch auf einer asphaltierten Straße wandern, aber diese ist nicht zu stark befahren. An der Staumauer machten wir Rast und aßen Brot, Kuchen und Wurst. Einkehren kann man ja aktuell nicht und das fehlt uns doch. Vor allen weil es noch so kühl ist. Trotzdem war das Wetter traumhaft. Der Frühling klopft an der Tür, so sagt man doch, oder nicht?

Alles in allem: ich empfehle den Mönchweg, er ist auch nicht zu lange, nämlich nur 8 Kilometer lang.

Den Nachmittag verbrachten wir übrigens zu Hause. Wir holten die Überraschung nach unten und ich kochte mit Mama Gemüsesuppe.

An der Wahnbachtalsperre
Wir holen die Überraschung in den Garten
Wir kochen Gemüsesuppe
Einschlaf Begleitung durch Papa: niemand möchte in diesen Tagen alleine einschlafen

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Tag 6: Wir wandern den Theodor Gedächnispfad

Jährlich wandern wir den Theodor Gedächnispfad, als Erinnerung an meine Geburt und mittlerweile auch als eine Art Familientradition. Damals war Mama nämlich hochschwanger und wollte sich gleichzeitig bewegen. Daher schlug Papa vor, am Rhein spazieren zu gehen. Abschließend aßen sie Burger bei Freddy Schilling und es wird ab und zu behauptet, dass ich die Burger so lecker fand, dass ich beschloss auf die Welt zu kommen. Ich selbst schweige hierzu und es wird für immer mein Geheimnis bleiben. Auf jeden Fall bin ich froh, auf der Welt zu sein und nun bereits zum fünften Mal den Theodor Gedächnispfad zu wandern, wenn auch unter ganz besonderen Bedingungen. So konnten wir dieses Mal kein Kölsch und keine Fanta im Mülheimer Restaurant Willomitzer trinken, da das Restaurant wegen des Virus geschlossen hatte, und auch der Burger bei Freddy Schilling fiel dieses Jahr aus. Zusätzlich war es seltsam leer auf den Kölner Straßen und in den Parks. Der Spielplatz hatte natürlich auch geschlossen und man sah wirklich keine großen Menschenansammlungen. Das alles ist weiterhin bedrückend, aber Mama und Papa bemühen sich wirklich, mich das nicht spüren zu lassen. Ich merke es aber trotzdem.

Die Wanderung absolvierten wir bei besten Wetter. Wir parkten an der Jugendherberge in Riehl, wo es das erste Mal genug Parkplätze gab und pausierten an den Rheinterrassen in Köln Deutz. Auf der Hohenzollernbrücke war ebenfalls erstaunlich wenig los und was auch auffällt: es fliegen keine Flugzeuge.

Wir haben übrigens unseren Osterurlaub storniert. Das macht uns alle unglaublich traurig, aber dafür haben wir unseren Silvesterurlaub gebucht. Wir fahren wieder nach Duc der Brabant, in der Hoffnung, dass dies dann klappt und wir bei Sekt und Fanta auf das neue Jahr anstoßen und den Kopf schütteln, über diesen erschreckenden März, der und alle so unvermittelt aus unserem Alltag gerissen hat.

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Tag 5 ohne Kindergarten

Das Wochenende beginnt und ich bin seit einer Woche nicht mehr im Kindergarten. Vor einer Woche wurden wir darüber informiert, dass die Schulen und Kitas in Deutschland schließen, und trotzdem war uns der Ernst der Lage noch nicht bewusst. Jetzt, eine Woche später, ist allen klar, wie es in Deutschland aussieht. Die Infektionszahlen steigen weiter und niemand weiß, wie es weitergeht. Es folgen Maßnahmen über Maßnahmen und Bayern hat bereits eine Ausgangssperre verhängt. Wir rechnen damit, dass NRW nachzieht. Bereits heute ist es ruhig geworden, aber es gibt noch immer Nachbarn, die sich mit Bier in der Hand am Gartenzaun treffen und seelenruhig miteinander quatschen. Mama hat es auf den Punkt gebracht: der Drang gesehen zu werden und sich möglichst lässig zu geben, scheint bei einer Vielzahl von Männern im Neubaugebiet sehr hoch zu sein. Vernünftig wäre es, sich gar nicht zu treffen, oder zumindest heimlich im Haus oder Keller??? Warum man immer noch Bier trinken muss und sich dabei an Gartenzaun lehnt, erschließt sich niemandem von uns. Habt ihr eine Idee?

Andere Menschen in unserer Umgebung verhalten sich ebenfalls seltsam. So werden Zäune aufgestellt, damit niemand die Einfahrt betritt oder aber man spielt einsam Golf auf einer ekeligen Hundewiese, die auch noch klein und hügelig ist. Aber vielleicht sind wir ebenfalls seltsam, daher bin ich lieber still und berichte von unserem Tag…

Heute war ich zur Freude von Mama bereits um sechs Uhr wach und verlangte nach Entertainment. Papa war ebenfalls so früh aufgestanden und hatte mich geweckt. So begann Mamas und mein Tag sehr früh und das kostete Mama doch einiges an Kraft. Sie bemüht sich sehr, aber ich weiß, dass sie damit kämpft, sich umzustellen. Wir haben also erst einmal Paw Patrol geguckt und dann gefrühstückt. Nach dem Frühstück haben wir mit den Kuscheltieren einen Ausflug in den Wald geplant. Hierzu habe ich in Mamas Arbeitszimmer Briefe vorbereitet. Jedes Kuscheltier hat einen eigenen Brief bekommen, mit Informationen zu unserem Waldausflug. Mama hat währenddessen die obere Etage geputzt. Es ist übrigens sehr gut, dass wir so viele Etagen haben. So lässt sich die Zeit gut überbrücken, denn man kann einfach die Ebene wechseln. Es muss schlimm sein, wenn man mehrere Wochen als Familie in einer kleinen Wohnung unter Quarantäne steht.

Später habe ich den Kuscheltieren die Briefe ausgeteilt und wir haben ihnen alles wichtige zum Ausflug erläutert. Dann sind wir auch direkt losgefahren. Alle Kuscheltiere mussten Wanderschuhe anziehen, eine Matschhose und eine Mütze. Natürlich brauchten sie Essen und Trinken. Im Wald angekommen sind wir zwei Kilometer gewandert. Die Kuscheltiere saßen im Croozer. Unterwegs sind wir gemeinsam über Baumstämme geklettert, haben eine Schnecke gerettet und haben in einer Hütte gepicknickt. Außerdem habe ich noch Kindergartenfreunde von mir getroffen. Wir haben natürlich Abstand gehalten. Überhaupt waren viele Kinder im Wald, und das obwohl es nicht richtig warm war. Zu Hause haben Mama und ich Pizza gebacken und dann Mittagspause gemacht. Außerdem kamen unsere neuen Bücher. Wir haben nämlich bei der Buchhandlung Bücher bestellt und die nette Buchhändlerin hat sie uns per Fahrrad an die Tür gebracht. Ist das nicht nett? Jetzt habe ich ein neues Buch bekommen. Es heißt „Das Neinhorn“ und es ist richtig witzig.

Später kam Papa und hat mit mir einen Kuchen gebacken. Außerdem waren wir noch einmal spazieren. Am Abend bin ich müde eingeschlafen. Wenn man um sechs Uhr aufsteht, ist man doch abends müde. Mama und Papa waren noch länger auf und etwas bedrückt. Irgendwie schlägt die Situation allen auf das Gemüt, aber wir versuchen nun das Wochenende so gut wie möglich zu planen.

Vorbereitung der Briefe für die Kuscheltiere
Erläuterung der Regeln im Wald
Zufriedenes Hüpfpferd in der Blockhütte