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Wir starten in die Campingsaison

Dieses Wochenende hat Opa mit dem weißen Bart Geburtstag und es mittlerweile Tradition, dies mit einem Campingurlaub zu verknüpfen. Mama und Papa hatten bereits letztes Jahr im November einen Stellplatz reserviert, denn im letzten Jahr war es sehr knapp und wir mussten auf einen Platz bei Osnabrück ausweichen.

Dieses Jahr sind wir am Campingplatz Steller See, bei Bremen. Auf diesem Platz waren Mama, Oma, Opa und Onkel Ali schon einmal vor 25 Jahren. Damals sind sie von Karlsruhe nach Bremen gezogen und haben die Sommerferien dort verbracht. Es muss wohl ein toller Urlaub gewesen sein und alle drei kennen sich noch ein wenig aus. Das ist ganz praktisch.

Wir reisten gestern Abend an und standen natürlich wieder ewig im Stau. Die A1 an einem verlängerten Wochenende ist schrecklich! Oma und Opa waren zum Glück schon da und wir sind mittlerweile geübt im Aufbau. Mama und ich bezogen alle Betten und ich räumte wieder das Küchenregal ein. Papa baute das Vorzelt auf und kümmerte sich um die Fahrräder. Wir haben dummerweise eine Vielzahl von Sachen vergessen. Hier eine Auflistung: den Stecker für das Stromkabel (zum Glück half der Nachbar aus), Wäscheklammern, eine Mehrfachsteckdose mit längerem Kabel, den Pinkeleimer für Nachts, die Kederleiste, den Wäscheständer und einen Hammer. Dafür haben wir aber auch neue und praktische Sachen. Im letzten Jahr haben wir zum Beispiel auf dem Höfeflohmarkt Aufhängnetze bekommen und diese sind wirklich empfehlenswert. Zusätzlich haben wir noch Isomatten mitgenommen und sie auf die Matratze des Lucky Sky gelegt. Dies schont Papas Rücken und ist wirklich bequemer.

Den Abend verbrachten wir dann gemütlich am Zelt. Papa und Mama bauten sogar noch den Pavillon auf, so dass wir nicht im Wind saßen. Ich durfte sogar bis zehn Uhr aufbleiben. Allerdings hatte ich auch im Auto geschlafen.

Hüpfpferd am Steller See
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Papawoche

Diese Woche hatte Mama sehr viel Schule. Die mündlichen Abiturprüfungen fanden statt und normalerweise passen dann immer Oma und Opa aus Diepholz auf mich auf. Dieses Jahr geht das leider nicht und daher hat Papa diese Woche von zu Hause gearbeitet. Sein Chef hatte zum Glück Verständnis. Das ist toll, oder? Also hat mich Papa morgens um acht in den Kindergarten gebracht und um 14 Uhr wieder abgeholt. Gestern hat er mich sogar schon um 13 Uhr abgeholt, damit wir gemeinsam Reibekuchen essen können. Ich hatte allerdings große Angst, dass er den Reibenkuchenstand nicht findet. Mama hat es ihm aber gut erklärt!

Die Woche mit Papa hat mir sehr gut gefallen. Wir haben zum Beispiel ganz viel mit Acrylfarbe gemalt. Darauf hätte Mama nie Lust gehabt. Papa ist auch viel entspannter wenn es um Uhrzeiten geht. Bei Mama muss alles immer sehr pünktlich funktionieren und sie packt schon alles ewig vor. Bei Papa steigt man einfach auf das Fahrrad und fährt zur Logofrau. Allerdings muss ich dann selbst an meine Sachen denken und habe die Logotasche schnell noch eingepackt.

In einer Sache ist Papa aber wirklich sehr sehr entspannt, und zwar wenn es um Medikamente geht. Er kann sich das alles nie merken und verwechselt zum Beispiel gerne meine Asthmasprays. Gestern hat er dann das Heuschnupfenmedikament mit meinem Notfallmedikament verwechselt und eine halbe Flasche Cortison getrunken. Zum Glück war es das Cortison für Kinder und daher war die Dosierung von ihn zwar hoch, aber nicht gefährlich. Wir haben trotzdem beim Giftnotruf angerufen und der Mann hat und auch noch einmal beruhigt.

Jetzt ist die Papawoche aber auch schon wieder vorbei. Mama hat das schriftliche und mündliche Abitur hinter sich und freut sich dann immer sehr. Der Sommer kann kommen, pflegt sie dann zu sagen. Außerdem schläft sie heute bei mir ihm Zimmer. Ich habe schon alles vorbereitet und sogar einen Teppich neben das Bett gelegt, damit sie sich nicht wehtut, wenn sie aus dem Bett fällt.

Ich habe übrigens ein paar Fotos geschossen, frisch aus dem Garten:

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Rheinradweg Tag 3: von Duisburg nach Wesel

Die Nacht in unserem Duisburger Hotel war seltsam. Mama und ich schliefen wie Steine und bekamen weder den Straßenlärm mit, noch die Laute Musik der Nachbarn. Papa ging es da anders, er wurde von der Musik geweckt und schlief nicht ganz so gut. Fakt ist: Duisburg ist doch anders. Die Stadt ist schmutzig, die Menschen in großen Teilen seltsam und man begrüßt sich gegenseitig mit „Hey Bruder“. Man merkt übrigens, dass Mama auf einer Brennpunktschule war. Sie kann ohne Probleme mit den Duisburgern kommunizieren. So stand heute morgen ein Mann vor unserem Hotel und rief ständig :“Ey Bruder“. Mama ging dann auf den Balkon und wechselte sofort Gestik, Mimik und Sprache. Papa und ich waren ganz erstaunt, aber Mama hat die Duisburger Ghettosprache wirklich drauf. Der Mann entschuldigte sich sogar bei uns, angeblich habe er mich geweckt und es doch Ehrensache, sich dafür zu entschuldigen.

Wir gingen dann in das Hotel gegenüber und frühstückten. Alles in allem fand ich Duisburg sehr interessant. Es ist ganz anders als Frechen. Auch unsere Weiterfahrt am Rhein gestaltete sich spannend. Wir fuhren nämlich am Duisburger Binnenhafen entlang und dann ging es weiter an jeder Menge Fabriken. Mama und Papa erklären mir unendlich viel dazu, aber mich interessierten eher Telefonate mit unseren Kuscheltieren. Ich unterhielt Mama und Papa daher über eine Stunde lang, während sie fleißig mit dem Gegenwind kämpften. Wir hatten heute nämlich keine guten Windbedingungen und daher blieb ich auch bei Papa im Tandem. Gegenwind ist nicht so meins.

Wir fuhren am Duisburger Stahlwerk vorbei und besichtigten noch den Alsumer Berg. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Duisburger Stahlwerke. Mama und Affe waren ganz angetan, aber man muss wohl Geographie studieren, um sich für so hässliche Fabriken zu interessieren. Außerdem war es unfassbar laut. Diese Fabrik macht wirklich viel Lärm. Die armen Menschen, die dort wohnen und arbeiten.

Hinter Duisburg erreichten wir endlich den ruhigeren Niederrhein. Mama wurde nicht müde, uns die Unterscheide zwischen Niederrhein und Industriekultur zu erzählen. Plötzlich gab es keine Fabriken und Städte mehr, sondern nur noch Kuh-und Schafweiden. Es wurde deutlich ruhiger, aber nicht unbedingt weniger windig – und so fuhren wir weiter bis nach Wesel: unser heutiges Reiseziel.

In Wesel angekommen besichtigten wir kurz die Innenstadt. Allerdings fanden wir sie wenig spektakulär, und so fuhren wir zu unserem Hotel. Es handelt sich um das Geburtshaus von Herrn Duden. Mama hat das zuerst gar nicht verstanden, sie dachte, es sei ein Haus für Druiden. Erst Papa stellte fest, dass hier in Wesel alles „Duden“ heißt und so stellten wir fest, dass der Gründer des Dudens aus Wesel stammte. Manchmal sind meine Eltern so peinlich.

Am Abend aßen wir im Restaurant des Hotels. Es war okay, aber ich kann es nicht weiterempfehlen. Das Personal war allerdings so freundlich, dass wir doch zufrieden waren!!!

Morgen früh endet übrigens unser Kurzurlaub. Insgesamt sind wir über 150 Kilometer gefahren und wir haben so viel gesehen. Wir werden den Rheinradweg auf jeden Fall weiterfahren. Er endet ja in Hoak von Holland! Ich selbst liebe ja solche Touren. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass diese Touren für Kinder zu hektisch oder zu anstrengend seien. Ich habe so viel erlebt und wenn ich morgen wieder zu Hause bin, werde ich erst einmal all die Fabriken malen, an denen ich vorbei gefahren bin. Das war wirklich beeindruckend!!!

Blick auf die Stahlwerke in Duisburg, weiter hinten seht ihr die beiden Hochöfen
Kontrast pur: am Niederrhein
Die Mündung der Emscher. Sie fließt hier in den Rhein
Die Lippe fließt ebenfalls in den Rhein
Unser heutiges Hotel: das Geburtshaus von Herrn Duden
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Rheinradweg Tag 2: von Düsseldorf nach Duisburg

Heute morgen habe ich einmal ausgeschlafen, nämlich bis halb acht Uhr. Mama und Papa waren da schon lange wach und Mama hat sich bereits vor sieben Uhr auf die Suche nach einem Bäcker gemacht. Sie ist zuerst durch das Viertel gefahren, in welchem wir übernachtet haben, aber dort hat sie keinen Bäcker gefunden, dafür jede Menge Obdachlose, die auf der Straße geschlafen hatten. Mamas Begeisterung für Düsseldorf nahm daher noch mehr ab. Zum Glück fand sie den Hauptbahnhof und konnte dort für uns Kaffee, Brötchen und Saft kaufen. Wir frühstückten dann in aller Ruhe in dieser seltsamen Wohnung. Im Prinzip war es okay, wir drei sind nicht besonders empfindlich, aber empfindsame Gemüter, wie zum Beispiel Affe, waren weiterhin schockiert. Ihm war es zu schmutzig und es entsprach nicht seinen Vorstellungen von Urlaub. Wir mussten ihm hoch und heilig versprechen heute in einer sauberen Unterkunft zu schlafen, sonst würde er abreisen.

Nach dem Frühstück fuhren wir weiter. Ich fuhr ab dem Rhein selbst und war ganz begeistert von dem tollen Radweg. Zusätzlich hatten wir auch noch Rückenwind und so erreichten wir bereits nach einer Stunde Kaiserswerth. Dort wohnt meine Urtante, also die Schwester meiner verstorbenen Uroma. Wir besuchten sie ganz spontan und natürlich mit Abstand und Mundschutz. Sie schien sich wirklich zu freuen, ich aber konnte den Besuch nicht so richtig genießen, ich musste nämlich auf die Toilette. Meine Urtante sieht meiner Uroma übrigens wirklich ähnlich! Schade, dass Uroma nicht dabei war, aber sie hat bestimmt zugesehen.

Von Kaiserswerth fuhren wir weiter bis nach Duisburg. In Duisburg selbst wird der Rheinradweg blöd. Man kann nämlich nicht mehr am Rhein entlang fahren, da das Stahlwerk zu viel Platz wegnimmt. Papa nahm mich daher ans Tandem und wir fuhren zum Aussichtsturm „Tiger and Turtle“. Dies ist ein Aussichtspunkt, von dem man die Industrieanlagen in Duisburg sehen kann. Eigentlich kann man auch auf das Stahlgerüst klettern, welches aussieht wie eine Achterbahn. Aber leider war es gesperrt. Wir machten dort trotzdem ein Picknick und Affe war ganz begeistert von all der Industriekultur. Anschließend fuhren wir zu unserem Hotel. Wir wurden zwar wieder umgebucht, dieses Mal aber zu unserem Vorteil und daher wohnen wir jetzt in einem netten kleinen Hotel, ganz nah am Zentrum und am Duisburger Innenhafen. Affe ist ganz zufrieden. Ich hingegen weniger, denn ich musste gerade duschen….

Start in Düsseldorf
Pinkelpause am Rhein – Mama schimpfte,da ich Jule mitten auf dem Weg parkte…
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Jule – mein geliebtes Fahrrad

Jule ist bereits mein viertes Fahrrad. Vielleicht könnt ihr euch noch an den Erlkönig oder an Baby-Bulls erinnern? Mit dem Erlkönig habe ich das Radfahren gelernt. Es war ein altes Fahrrad von Mamas Schulsekretärin und ihre vier Jungen haben damit Radfahren gelernt. Allerdings wurde mir der Erlkönig schnell zu klein und so bekam ich zum Geburtstag Rocky geschenkt. Ein grünes Fahrrad mit Rücktritt. Allerdings bin ich mit dem Rücktritt überhaupt nicht zurecht bekommen und Rocky war auch viel zu schwer für mich. Aus diesem Grund kauften mir Mama und Papa Baby-Bulls. Baby-Bulls hatte keinen Rücktritt und war viel leichter. Beides war sehr angenehm und ich konnte endlich selbst fahren. Leider wurde auch Baby-Bulls zu klein und so bekam ich zum Geburtstag ein neues Fahrrad: nämlich Jule. Jule ist ein richtig leichtes Kinderfahrrad und ist eigentlich viel zu teuer gewesen. Mama und Papa hatten sich daher lange Zeit geweigert, aber ich brauchte einfach ein leichtes Fahrrad und da sind die Kinderfahrräder der Marke Woom wirklich unschlagbar. Mittlerweile sind wir alle drei begeistert von Jule, denn ich kann mit ihr wirklich so schnell fahren wie Mama und Papa. Es ist kaum ein Unterschied da: das heißt, wenn ihr mit mir Fahrrad fahrt, müsst ihr nicht extra langsamer fahren. Zusätzlich kann ich wirklich viele Kilometer fahren. Das hätten wir alle nicht geglaubt, aber ich bin gestern und auch heute jeweils 20 Kilometer selbst gefahren. Verrückt, oder?

Insofern muss ich wirklich ein wenig Werbung für Woomfahrräder machen, denn es liegt nicht daran, dass ich besonders fit oder besonders gut Fahrrad fahren kann. Die Fahrräder von Woom sind wirklich gut gemacht und wir können jedem, der gerne Fahrrad fährt und Kinder hat, diese Räder nur empfehlen.

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Rheinradweg Tag 1

Gleich zu Anfang sei gesagt: als Kölner hat man es in Düsseldorf nicht leicht! Die Stadt ist schwierig, aber der Reihe nach:

Ursprünglich hatten wir geplant nach Hoak von Holland zu fahren. Mama hatte sogar schon den Campingplatz gebucht, aber durch das bestehende Reiseverbot können wir leider nicht fahren. Doch Mama und Papa entwickelten schnell einen Alternativplan. Eine Radtour am Rhein: von Köln bis nach Wesel, mit Zwischenstopps in Düsseldorf und Duisburg. Heute fuhren wir daher die erste Etappe: von Köln bis nach Düsseldorf. Ursprünglich wollten wir in Düsseldorf bei einem Freund von Pascal übernachten. Er hat eine tolle Wohnung, mit Dachterrasse. Wir hatten uns schon sehr gefreut, aber dummerweise hat er sich vorgestern von seiner Freundin getrennt und daher wollten wir doch nicht in seine Düsseldorfer Wohnung. Ihr seht bereits jetzt: Düsseldorf ist einfach doof. Mama und Papa buchten daher eine Ferienwohnung in der Düsseldorfer Innenstadt. Zumindest einen Tag wollten wir selbst kochen. In Duisburg und Wesel haben wir nämlich bereits Hotels gebucht.

Wir fuhren am Morgen gegen zehn Uhr gut gelaunt mit der S Bahn bis zum Kölner Hauptbahnhof. Von dort fuhr ich bis Leverkusen selbst. Das waren mehr als zehn Kilometer. Aber mit Jule kann man wirklich sehr gut fahren und außerdem motivierten mich die lobenden Zurufe der Erwachsenen. Ich sah aber auch wirklich aus wie ein kleiner Rennfahrer. Ich hatte meine Fahrradhose an und mein Fahrradoberteil: aber bei so einer weiten Strecke braucht man auch gute Kleidung, sonst wird der Po wund ;-).

Die Strecke von Köln bis nach Düsseldorf ist übrigens sehr empfehlenswert. Zuerst fährt man nach Leverkusen. Die Strecke war erstaunlich grün und verkehrsarm. Wir waren ganz überrascht. Ab Düsseldorf Benrath wurde es allerdings richtig voll. Es waren so viele Menschen unterwegs, es grenzte schon an einer Völkerwanderung. Daher ließ ich mich kurz vor Düsseldorf auch wieder an Papas Fahrrad anhängen. Es war einfach zu viel los in Düsseldorf.

Wir erreichten auch relativ schnell unsere Ferienwohnung, allerdings war diese schon belegt???? Wir wurden von zwei russischen Jungs in Trainingshose begrüßt, die zwar nett waren, aber uns mitteilten, dass wir die Wohnung nicht beziehen konnten. Alternativ boten sie uns ein einfaches Zimmer ohne Küche an, aber das wollten wir nicht, und daher lehnten wir das Angebot ab. Das Problem war: wir hatten keine Übernachtungsmöglichkeit!! Mama und Papa nutzten das Internet und buchten eine neue Wohnung. Kaum hatten wir Kontakt mit der Vermieterin aufgenommen, teilte sie uns mit, dass die Wohnung kaputt sei und wir eine andere Wohnung beziehen müssen???? Wir waren mittlerweile schon mehr als genervt, sagten aber zu und fuhren zu der neuen Wohnung. Unterwegs verfuhren wir uns auch noch, denn Google Maps spinnt in Düsseldorf ebenfalls. Als wir endlich die Wohnung erreichten, funktionierte der Code für den Eintritt in die Wohnung nicht. Unser Pech in Düsseldorf nahm also kein Ende!!!! Zum Glück erreichte Mama nach einigem Hin und Her die Vermieterin und wir bekamen den richtigen Code. Die Frau hatte sich nämlich vertan.

Wir konnten also gegen sechs Uhr endlich die Wohnung beziehen. Nach mehr als 70 Kilometern Fahrt. Erstaunlicherweise waren wir weiterhin gut gelaunt, auch wenn die Wohnung ein wenig einfach ist. Aber es gibt eine Küche, einen Fernseher und ein Doppelbett. Mehr brauchen wir für eine Nacht auch nicht und morgen und übermorgen sind wir in Hotels. Nur Affe scheint sich schwer zu tun. Ihn irritiert zum Beispiel das Wohnzimmer zur Straße hin. Ständig laufen Menschen an unserem Fenster vorbei ;-).

Unsere Wohnung in Düsseldorf
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Endlich wieder im Mathildenhof

Am Sonntag waren wir das erste Mal seit Monaten wieder in einem Restaurant essen, nämlich im Mathildenhof. Wie immer behauptete unsere Puppe, dass es ihr Restaurant sei und wie immer bot sie uns zwanzig Prozent auf alle Lebergerichte an… Wir aber glauben nicht, dass das Restaurant ihr gehört und Leber mögen wir auch nicht.

Den Sonntag Vormittag verbrachten wir aber erst einmal im Garten. Papa und ich bastelten aus Papier Piratenhüte und Mama puzzelte. Mama darf man wirklich nicht puzzlen lassen, sie ist dann so abgelenkt, dass es niemandem mehr gut tut. Daher mag ich es auch nicht, wenn sie puzzelt. Bitte schenkt Mama auch keine Puzzle mehr! Schenkt ihr lieber einen Sandwichmaker, den will ich nämlich selbst unbedingt haben…

Am Nachmittag unternahmen wir dann eine Radtour in unserer Umgebung. Ich fuhr 14 Kilometer selbst, nämlich von uns aus bis nach Pulheim. Hinter Pulheim besuchten wir übrigens einen Biergarten. War das lecker. Ich bekam nämlich eine Fanta.

Insgesamt fühlte sich der Sonntag also ziemlich normal an. Nervig sind nur diese Gesichtsmasken. Ich trage meine Maske gerne, aber es nervt, wenn man sie ständig auf und abziehen muss. Geht euch das auch so?

Besuch im Mathildenhof
Köstliches Schnitzel
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Ein neuer Alltag

Es ist bei uns in der Familie ein wenig Alltag eingekehrt und ich möchte ehrlich sein: es tut uns allen dreien sehr gut, auch wenn er mit viel Unsicherheit verbunden ist.

Die wichtigste Veränderung: Seit dieser Woche gehe ich wieder in den Kindergarten. Da sowohl Mama als auch Papa in systemrelevanten Berufen arbeiten, habe ich das große Glück einen Anspruch auf einen Platz zu haben. Zusätzlich habe ich das Glück, dass mein Kindergarten noch genug freie Plätze hat und ich daher jeden Tag gehen kann. Andere Kindergärten scheinen schon wieder so voll zu sein, dass es keine Plätze mehr gibt. Zusätzlich gibt sich mein Kindergarten große Mühe. Ich wurde am Montag feierlich begrüßt. Alle drei Erzieher standen an der Eingangstür als ich kam und haben mich stürmisch begrüßt. Das war wirklich nett und so hatte ich auch keine Probleme zurückzukehren.

Aktuell bin ich zwar in der anderen Gruppe, nämlich der Fischegruppe und auch meine Erzieherin ist eine andere. Ich bin also nicht in meiner alten Gruppe. Außer mir sind noch drei andere Jungen in der Fischegruppe. Daneben im Raum gibt es noch eine weitere Notbetreuungsgruppe, aber die Gruppen werden streng getrennt und wir dürfen nicht zusammenkommen. Anfangs war das komisch, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt. Ehrlich gesagt, genieße ich es ein wenig, denn es ist wirklich Luxus. Drei Kinder und eine Erzieherin, da bleibt jede Menge Zeit!!!Am Freitag war ich sogar alleine mit meiner Erzieherin, und sie hat mir sechs Mal das gleiche Buch vorgelesen.

Als weitere Veränderung hat auch Mama wieder angefangen zu arbeiten und das tut ihr wirklich gut. Sie hat ihre erste Videokonferenz mit ihrer Klasse gehalten und bereits Abiturkurse betreut. Es ist weit entfernt von früherer Normalität, aber ich merke doch, dass Mama zufriedener ist. Ich bin es ja auch, denn ich muss nicht mehr mit ihr einkaufen oder die Wohnung putzen, denn ich bin ja im Kindergarten.

Ihr seht, Alltag tut gut und man vermisst ihn erst so richtig, wenn er einem genommen wird. Trotzdem bleibt die Ungewissheit. Noch immer gibt es zu viele Neuinfektionen, noch immer weiß man nicht, ob es gut ist, dass auf einmal so Vieles wieder geöffnet wird und noch immer ist so viel so unsicher. Unseren Hollandurlaub am kommenden Wochenende haben wir jedenfalls storniert. Wir fahren also nicht nach Hoak von Holland, sondern bleiben in Deutschland. Aber Mama und Papa haben zum Glück eine Alternative entwickelt. Wir wollen den Rheinradweg von Köln bis Wesel fahren. Jule freut sich schon.

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Ausflug an den Niederrhein

Heute war das Wetter perfekt und daher unternahmen wir eine weiteren Ausflug an den Niederrhein. Dort ist es wirklich wunderschön und eigentlich ist es ein nettes Urlaubsziel. Die Radwege sind perfekt ausgebaut, der Rhein wunderschön, es gibt keine Berge und Hügel und die vielen kleinen Städte sind nett anzusehen. Mein neuer Geheimtipp: Urlaub am Niederrhein!

Heute fuhren wir nicht direkt nach Xanten sondern auf die gegenüberliegende Rheinseite nach Wesel. Von dort fuhren wir mit dem Fahrrad immer am Rhein entlang bis kurz vor Rees. Ich fuhr einen großen Teil sehr Strecke selbst und es machte großen Spaß auf dem perfekt ausgebauten Weg zu fahren. Kurz vor Rees fuhren wir durch eine Seenlandschaft. Dort machten wir auch Pause und aßen Papas leckere Sandwiches. Sie sind richtig lecker, besser als im Restaurant!!! Anschließend fuhren wir durch einen Wald und an einem Schloss vorbei. Leider verfuhr sich Mama etwas und wir mussten kurz an einer Landstraße entlang fahren. Dann ging es wieder über ruhige Wege und an Seen entlang zurück zum Ausgangspunkt. Insgesamt fuhren wir 35 Kilometer. Ich selbst fuhr 13 Kilometer selbst. Gut, oder? Ich bin also einmal von Frechen bis in die Innenstadt von Köln gefahren.

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Corona-Zeiten

Es ist seltsam, mit einem Mal hat alles wieder auf, oder es macht langsam alles wieder auf. Ab Montag kann man zum Beispiel wieder in ein Restaurant gehen. Zusätzlich haben Mama und Papa sich in der letzten Woche sehr gewissenhaft um meinen Notbetreuungsplatz im Kindergarten gekümmert, so dass ich ab Montag wieder in den Kindergarten gehen kann. Es ist also ganz plötzlich ein wenig Alltag, aber Mama und Papa haben mit erklärt, dass es noch kein richtiger Alltag ist und man einfach noch nicht unbeschwert eine Anna- und Elsaparty feiern kann….Wenn das Coronavirus vorbei ist, plane ich nämlich eine Anna- und Elsaparty.

Am Anfang der Coronazeit hat man sich so sehr danach gesehnt, dass Geschäfte, Restaurants, Schulen und Kindergärten wieder öffnen – jetzt ist es plötzlich soweit und man ist auf einmal ganz ängstlich und unsicher. Manchmal wünscht man sich sogar, dass alles wieder zumacht. Das Coronavirus ist einfach unheimlich. Man sieht es nicht, es schwebt über einem und es erschwert den Alltag. Man kann nicht unbeschwert sein, man kann nicht planen und vor allem ist es alles unberechenbar und kann sich von heute auf morgen wieder ändern.

Dennoch bemühen wir uns nun alle wieder in den Alltag zu finden. Aktuell wird dies ja auch in gewisser Weise erwartet. Es ist aber ein neuer Alltag, in dem Vieles anders ist, und so ungewiss. Daran sollte ich mich später erinnern, wenn ich groß bin und meine Eltern fragen werde, wie es war im Frühling und Sommer 2020….

Hüpfpferd jedenfalls ist entspannt. Er kann das Virus nicht bekommen