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Mama ist in Quarantäne

Es hat nicht lange gedauert und es ist das passiert, womit wir eigentlich schon die ganze Zeit gerechnet haben: Mama hatte letzten Montag 45 Minuten Kontakt zu einem Schüler, der nun positiv getestet wurde. Sie wurde also gestern von ihrer Schulleitung angerufen und darüber informiert, dass sie zu Hause bleiben soll und sich das Gesundheitsamt melden wird.

Das Ganze war ein wenig seltsam, da wir Besuch hatten und niemand so Recht wusste, wie es weitergeht. Auch heute morgen war es einfach nur chaotisch. Wir alle haben aktuell keine Symptome und wir hatten auch letzte Woche keine Symptome. Mama und Papa telefonieren daher erst einmal fleißig. So rief Mama im Kindergarten an und Papa bei seiner Arbeit. Mein Kindergarten war sehr unkompliziert und ich durfte kommen. Immerhin war ich ja letzte Woche auch da gewesen. Papas Arbeit war selbst unsicher und erst hieß es, er dürfe kommen, aber dann hat man gemeinsam entschieden, dass er doch besser zu Hause bleiben soll. Mama und Papa sind jetzt also zu Hause, wobei Mama wohl in Quarantäne ist, Papa aber nicht.

Zusätzlich rief Mama gleich beim Hausarzt an, mit der Bitte, sich testen zu lassen. Mama und Papa lassen sich jetzt wohl testen, aber auch das dauert wohl, da die Ärztin ganz viele Formulare ausfüllen muss und irgendwie Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufnehmen soll.

In Summe weiß also niemand so richtig, wie mit der Situation umzugehen ist. Außerdem weiß niemand, ob Mama jetzt wirklich in Quarantäne muss, bzw. ob sie aktuell schon in Quarantäne ist???

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Besuch im Bubenheimer Spieleland 2020

Einmal im Jahr fahren wir gemeinsam in das Bubenheimer Spieleland und heute bot sich dies an. Das Wetter war trocken, aber nicht wirklich gut und wir waren früh genug wach. Ab 11 Uhr wird es nämlich voll und daher fahren wir immer früh los. Dieses Jahr waren wir gegen halb zehn Uhr da und hatten wieder Glück, denn wir mussten an den Rutschen und Attraktionen nicht anstehen. Es hat, genau wie die letzten Jahre auch, sehr viel Spaß gemacht und ich muss meine Eltern wirklich sehr loben: sie klettern und rutschen die ganze Zeit mit mir. Manche Eltern sitzen ja nur auf einer Bank und gucken zu, aber meine Eltern sind wirklich mit dabei. So fuhren wir gemeinsam mit den Kettcars oder wagten uns auf die großen Rutschen. Mama überwand sogar ihre Höhenangst und kletterte mit mir im Hochseilgarten.

Gegen Mittag aßen wir Burger und Pommes und dann fuhren wir auch wieder nach Hause. Den Nachmittag verbrachten wir mit Hausarbeit. Papa reparierte Mamas Fahrrad und Mama putzte die Fenster und entfernte das Unkraut an der Hecke. Ich half natürlich fleißig.

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Mamatage

Papa war seit langer Zeit einmal für mehrere Tage in Berlin. Er hat an einem Seminar für agile Methoden teilgenommen und alles agil betrachtet. So ganz ist Mama und mir nicht klar geworden, was er da gemacht hat, aber es hat ihm wohl Spaß gemacht und er hat viel gelernt.

Mama und ich sind zu Hause geblieben. Mama musste arbeiten und ich bin in den Kindergarten gegangen. Es war also beinah Alltag, allerdings ist es doch ein wenig anders, wenn Papa nicht da ist. Es fehlt zum Beispiel jemand, der kocht. Mama ist dann immer faul und lädt mich daher zum Essen ein. Dieses Mal gab es Pizza und Salat, natürlich mit Thunfisch.

Am Donnerstag musste Mama am Abend zum Elternabend. Zum Glück haben wir einen neuen Babysitter, einen älteren Jungen aus der Nachbarschaft. Ganz geheuer war mir das nicht und daher bin ich einfach gegen sieben Uhr ins Bett gegangen und habe dort auf Mama gewartet. Mein Babysitter war ganz begeistert von dem entspannten Abend und hat in Ruhe Netflix geguckt. Für mich selbst war es okay, mehr aber auch nicht. Ich war daher froh, als Mama wieder da war. Gestern kam Papa am Abend wieder. Die Deutsche Bahn hatte natürlich wieder Verspätung und die Klimaanlage war auch ausgefallen. Dafür gab es Kaffee gratis. Dies finde ich seltsam, denn wer trinkt schon Kaffee, wenn es warm ist?

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Oma und Opazeit

Die komplette letzte Woche war Oma aus Nienburg zu Besuch. Sie hatte diese Woche noch Sommerferien und hat ihre letzte Ferienwoche bei uns verbracht. Das kam Mama auch sehr entgegen, denn es ist immer ein wenig chaotisch, wenn die Schule wieder beginnt. Oma hat mich zum Beispiel am Dienstag in den Kindergarten gebracht, dadurch konnte ich länger schlafen.

Am Freitag kam Opa dann dazu. Er hatte allerdings Pech mit den Zügen und kam erst um 22 Uhr an. Mama und Papa waren währenddessen Essen gegangen. Sie hatten sich in einem mexikanischen Restaurant verabredet, aber nicht bedacht, dass es das Restaurant in Köln zwei Mal gibt. So saß Papa in dem Restaurant in der Südstadt und Mama in dem Restaurant in der Roonstraße. Papa opferte sich dann und fuhr durch den Regen zu Mama. Sie kamen dann ebenfalls erst gegen zehn Uhr zurück.

Am Samstag zeigten wir Oma und Opa die Burg Vogelsang in der Eifel. Sie kannte dies noch nicht und waren, genau wie wir, beeindruckt. Wir wanderten sogar noch bis nach Wollseifen und picknickten dort an der Kirche.

Am Sonntag Vormittag fuhr Papa zum Sport und wir besuchten meinen Onkel in Köln. Ich hatte ihn lange nicht mehr gesehen und fand es daher sehr spannend bei ihm. Er zeigte mir ganz viele Sternenbilder und spielte für mich Klavier. Ich glaube, ich möchte ihn jetzt öfter besuchen, auch wenn es sehr unordentlich in seiner Wohnung ist.

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Eifelsteig Etappe 1: Kornelimünster nach Roetgen

Wir hatten eine sehr ruhige Nacht auf dem Campingplatz in Roetgen. Daher lohnt sich dieser Platz wirklich, denn es ist wirklich nix los. Perfekt für uns.

Wir standen daher auch früh auf und verließen den Platz auch schon um neun Uhr. Denn um 9:44 Uhr fuhr bereits der Wanderbus. Vorher besuchten wir noch einen Bäcker und die nette Bäckersfrau schmierte uns sogar noch Brötchen. Die Arme wurde dabei noch von einer Wespe gestochen.

Anschließend fuhren wir bei bestem Wetter mit dem Bus nach Kornelimünster. Dort startet der Eifelsteig und dafür, dass dort der Weg beginnt, war es eher unspektakulär. Dafür war die Strecke sehr lohnenswert. Sie bot eigentlich alles, was die Eifel bietet. Wir wanderten über Weiden und Felder, an Flüssen entlang und eine Zeitlang auch noch durch das Hohe Venn, also durch das Moor. Unterwegs machten wir in einer seltsamen Kneipe Pause. Der Wirt war chronisch überdreht und sprach ständig von der Banana-Republik Deutschland. Wir haben nicht so ganz verstanden, was sein Problem war, beschlossen aber nur ein Getränk zu uns zu nehmen und dann wieder zu gehen.

Gegen 16 Uhr waren wir wieder zu Hause. Ich badete erst einmal im Piratenbad mit viel Schaum und ließ sich mich anschließend lange von Mama fönen. Dies genieße ich noch immer sehr.

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Eifelsteig Etappe 2: Roetgen nach Monschau

Heute sind wir die zweite Etappe des Eifelsteiges gewandert, morgen wandern wir die erste Etappe. Das ist etwas verrückt, aber der Streckenlänge geschuldet. Die erste Etappe ist nämlich kürzer und daher besser für den Sonntag. Mama hat nämlich dieses Schuljahr nicht mehr am Montag frei, und daher wollen wir den Sonntag möglichst entspannt gestalten.

Heute morgen fuhren wir gegen zehn Uhr von zu Hause los und erreichten bereits eine Stunde später unseren Campingplatz in Roetgen. Dort wollen wir nämlich mit unserem Campster übernachten, denn dann erspart man sich die Rückfahrt am Abend. Außerdem können wir am nächsten Morgen direkt die nächste Etappe wandern. Am Campingplatz gab es kurzzeitig etwas Chaos, da die Rezeption nicht besetzt war und Mama mit der Besitzerin telefonierte. Diese war ganz empört, dass ihr Mann nicht da war und sie wurde richtig wütend. Das war Mama dann etwas unangenehm. Zum Glück kam der Ehemann nach ungefähr 15 Minuten und quatschte uns ziemlich voll.

Wir zogen auf unseren Platz, bezogen kurz das Bett und machten uns direkt auf dem Weg. Die heutige Etappe betrug nämlich 18 Kilometer. Leider begann es kurze Zeit später zu regnen und so stellten wir uns direkt am Startpunkt der heutigen Etappe unter, an der Tourismuszentrale in Roetgen. Dort gab es einen netten Aufenthaltsraum, den wir uns mit einigen Belgiern teilten. Diese tranken erst einmal fröhlich Wein. Wir holten uns dafür Bier und Caprisonne von der Tankstelle. Nach einer Stunde wurde das Wetter etwas besser und wir begannen unsere Wanderung. Diese führte größtenteils durch das Hohe Venn, eine Moorlandschaft zwischen Belgien und Deutschland. Wir wechselten daher ständig die Grenze und merkten dies nur daran, dass dann auch das Zeichen des Eifelsteiges eine andere Farbe hat.

Insgesamt war die Wanderung sehr abwechslungsreich, aber auch sehr einsam. Es gibt keine Einkehrmöglichkeiten und teilweise geht es über lange Zeit leicht bergauf. Dies ist aber manchmal anstrengender als eine kurze Steigung. In Monschau fing es leider wieder an zu regnen. Zusatzlich war es sehr voll und alle Restaurants belegt. Daher fuhren wir mit dem Bus zurück nach Roetgen und aßen da bei einem Kroaten.

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Sommerzeit im Garten

Aktuell ist es richtig heiß und wir sind froh über unseren Garten und den Pool. Wir haben den neuen Pool unter den Carport gestellt und dadurch wird das Wasser noch schneller warm. Ärgerlichweise hatte Papa am Donnerstag einen kleinen operativen Eingriff und kann daher dieses Wochenende nicht im Pool baden. Das letzte Mal als wir den Pool aufgebaut haben, hatte Mama ja einen kleinen operativen Eingriff, und so saßen wir noch nie gemeinsam im Pool. Das Corona-Jahr ist wirklich verhext. So schlimm ist es allerdings nicht, denn ich habe meine Angst vor Wasser überwunden und plantsche auch alleine im Pool. Mittlerweile lege ich mich sogar komplett in das Wasser und heute bin ich zwei Mal kurz getaucht. Vor kurzem wäre das noch undenkbar gewesen und ich bin mächtig stolz, mich das getraut zu haben.

Im Kindergarten ist es momentan auch sehr nett. Ich bin seit dieser Woche ein Vorschulkind und es gab auch schon das erste Vorwchultreffen. Wir haben Silben kennengelernt und mussten unsere Namen in Silben klatschen. Außerdem habe ich gerade mehrere Freunde im Kindergarten und mit einem Kind bin ich verheiratet. Wir haben uns sogar schon geküsst, trotz Corona. Aber sie hat mich geküsst und da sagt man als Mann natürlich nicht Nein.

Probleme gibt es gerade mit der Logofrau. Sie nervt mich und zwingt mich zum Sprechen. Ich habe aber keine Lust mit ihr zu sprechen. Vor allem muss ich immer Bilder oder Geschichten nacherzählen, oder auf dämliche Fragen antworten. Mir macht das keinen Spaß und daher habe ich beschlossen nicht mehr mit der Logofrau zu reden. Das hat sie sehr geärgert und sie hat sich bitterlich bei Mama beschwert. Mama hat die Logofrau aber auch nicht richtig zufrieden gestellt, denn sie hat ihr empfohlen, dass Konzept mit mir zu ändern. Das fand die Logofrau, glaube ich, doof. Sie lässt sich nämlich nicht so gerne etwas sagen, und na ja, sind wir ehrlich: Mama und ich lassen sich auch nix sagen. Nun, ich denke, ihr wisst wo das Problem liegt :-).i

Viel spannender ist es da, dass Mama und ich heute selbst Monopoly Spiele gebastelt haben. Wir haben uns lauter lustige Sachen ausgedacht, für die man Geld bezahlen muss, oder eben Geld bekommt. Aber seht selbst, wie unsere Spielbretter aussehen…

Ach ja, spielt niemals mit Papa das Spiel Ubongo. Er ist da unschlagbar. Er ist schon fertig, während Mama noch Steine sortiert…

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Bootstour auf der Maas

Unser Lieblingsstellplatz in Venlo hat nun noch einen weiteren Vorteil : er liegt direkt an der Maas und so können wir unser Boot mitnehmen und auf der Maas fahren. Dies haben wir am Samstag auch bei bestem Wetter getan. Wir fuhren von unserem Yachthafen bis zum Binnenhafen nach Venlo. Dies dauert auf dem Hinweg ungefähr eine Stunde (man fährt gegen den Strom) und auf dem Rückweg ungefähr 40 Minuten. Die Fahrt auf der Maas hat uns richtig Spaß gemacht, denn die vielen Boote haben viele Wellen verursacht. Mama, die ganz vorne im Boot sitzt, wurde mehrmals nass. Wir waren aber auch alle drei froh um unsere Schwimmwesten, denn die Maas ist etwas lebhafter als der Kalterer See oder der Mondsee.

Im Hafen von Venlo parkten wir unser Boot an einem Fahrradständer und gingen dann in Venlo etwas essen. Wir aßen bei einem Burgerladen köstliche Pommes und Chicken McNuggets und später tranken wir wieder am Hafen ein teures Kaltgetränk. Aber es ist einfach zu nett dort. Außerdem musste ich auf die Toilette.

Den Nachmittag verbrachten wir am Stellplatz. Mama hatte belgisches Zwergenbier getrunken und war müde. Daher besuchte Papa mit mir den Spielplatz und wir spielten Fußball. Ich spiele nämlich total gerne mit Papa Fußball und ich kann mittlerweile auch schon richtig gut schießen. Später ging ich mit Mama im Yachthafen spazieren und wir guckten uns all die großen Schiffe und Yachten an. Hüpfpferds Boot hatte auch angelegt, aber Hüpfpferd wollte dann doch bei uns im Auto schlafen, sehr zur Freude von Papa…

Bummel durch Venlo
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Ein Wochenende in Venlo

Wir hatten Lust auf ein wenig Urlaub und daher sind wir am Freitag am frühen Nachmittag auf unseren Lieblingsstellplatz nach Venlo gefahren. Diesen hatten wir im letzten Jahr entdeckt und wir hatten ursprünglich geplant, den Stellplatz bereits im Mai zu besuchen. Doch da kam uns Corona dazwischen und so freuten wir uns sehr, dass es – trotz Corona – noch geklappt hat mit dem Stellplatzbesuch.

Wir reisten bereits am Freitag Nachmittag an. Man fährt ja nur eine Stunde. Dennoch ist es wichtig, früh anzureisen, damit man einen guten Stellplatz bekommt. Wir kamen gegen 15 Uhr an und hatten Glück. Wir konnten so aufbauen, dass wir direkten Blick auf den Yachthafen hatten. Aber viel Platz war nicht mehr und später mussten einige Fahrzeuge in der Nähe des Klohauses parken. Dies sind dann keine netten Plätze mehr.

Am späten Nachmittag fuhren wir noch kurz mit dem Fahrrad in die Innenstadt von Venlo. Dies sind ungefähr fünf Kilometer, aber die Fahrradwege sind so perfekt ausgebaut, dass es einem gar nicht lange vorkommt. Warum hat Köln nicht solche Radwege? In der Innenstadt von Venlo bummelten wir kurz durch die Stadt und tranken am Hafen für zu viel Geld Apfelschorle und Bier. Nett war es aber trotzdem, denn auch Venlo hat nun einen Binnenhafen, so wie Duisburg oder Düsseldorf. Bei warmen Wetter ist es dort sehr gut auszuhalten.

Den Abend verbrachten wir sehr ruhig. Ich hatte die Tage davor und auch in der Nacht davor mehrmals schlimmes Nasenbluten und daher war Mama sehr darauf bedacht, dass ich nicht mit Papa tobe und kämpfe. Also spielten wir Würfelkönig und ließen es auf dem Spielplatz ruhig angehen. Nasenbluten ist wirklich nervig und wir gehen kommende Woche auch einmal zum Arzt. Aktuell habe ich nämlich, trotz Nasensalbe und Nasenpflege, einmal in der Woche Nasenbluten. Mama hat den Verdacht, dass es an dem Cortison liegt, welches ich inhalieren muss.