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Schon wieder Husten und schon wieder umsonst in Quarantäne

Zuerst einmal, wir sind froh, dass wir keine Corona Infektion haben und dass Mama keinen wirklichen Kontakt zu dem infizierten Kollegen hatte. Denn bei Mama an der Schule hat ein Kollege leider Covid 19 und so war ab Dienstag Ausnahmezustand an Mamas Schule.

Mama selbst war erst einmal davon ausgegangen, nicht von einer Quarantäne betroffen zu sein, da sie genau 6,39 Meter von dem Kollegen entfernt sitzt und auch nichts mit ihm zu tun hat. Paralell dazu entwickelte ich dann auch Husten und Schnupfen.

Am Nachmittag wurde Mama von Kollegen informiert, sie müsse in Quarantäne. Seltsamerweise wussten es wohl alle vor Mama, denn sie wurde erst ganz spät am Nachmittag angerufen. Mama versuchte dann noch den Fehler aufzuklären, aber sie hatte keine Chance, da es schon so spät war. Paralell dazu wurde mein Husten schlimmer, aber ich bekam keine Atemnot in der Nacht und wir alle schliefen einigermaßen ruhig.

Am kommenden Tag gingen Mama und ich am Morgen gleich zu unserer netten Ärztin und ließen uns testen. Wir waren zum Glück beide negativ und konnten daher schon einmal aufatmen. Mama versuchte weiterhin das Gesundheitsamt anzurufen, aber niemand konnte ihr helfen, oder sie verbinden. Dies ist nämlich etwas verwirrend. Eine Quarantäne anordnen oder aufheben kann nur ein Arzt, aber alle Ärzte im Gesundheitsamt haben gerade sehr viel zu tun. Mama kam also gestern nicht weiter und sie wurde immer wieder vertröstet. Mir selbst ging es weiterhin gut, ich hustete eben viel und am Abend kam dann Papa, der zum Glück entspannter damit umgeht.

Heute hatte Mama aber genug von der falschen Quarantäne. Sie hatte Kollegen gebeten alles noch einmal auszumessen und die genaue Entfernung der Sitzpläne im Lehrerzimmer zu berechnen. Eine Mathelehrerin war dann so nett und berechnete die genaue Entfernung mit Hilfe des Satz des Pythagoras (das ist KEIN Scherz). Mama hatte außerdem Beweisfotos. Damit gerüstet rief sie wieder beim Gesundheitsamt, dort verwies man immer nur auf den Sitzplan und darauf, dass man einen Arzt brauche, um sie zu entlassen, und die seien wohl weiterhin beschäftigt .

Am Nachmittag wurde Mama dann wütend und wir holten uns juristischen Beistand (warum heißt das so?). Und haltet euch fest, es ging dann richtig schnell: Man rief Mama dann sogar zurück??? Und witzigerweise telefonierte Mama gerade da mit dem Anwalt. So konnte der Anwalt gleich mithören und sich noch einmal bestätigen lassen, dass die Quarantäne ein Fehler war!

Abschließend ist uns allen dreien aber wichtig zu sagen, dass wir niemandem böse sind. Die Personen beim Gesundheitsamt waren alle durchgehend höflich und wollten helfen. Wir haben auch alle Verständnis für eine Quarantäne und würden diese gewissenhaft einhalten, wenn sie gerechtfertigt ist. Vermutlich lag der Fehler hier einfach an einem Sitzplan, der die Abstände nicht anzeigte. Auf Papier sind ja alles sehr eng und wenig massstabsgetreu aus. Blöd war nur, dass alle so überlastet sind, dass sich der Fehler nicht aufklären lassen konnte. Warum es mit dem dem Anwalt dann plötzlich ging – Mama und Papa haben mir darauf keine richtige Antwort gegeben.. Aber egal, ich will trotzdem lieber Polizist werden, oder Mathematiker : der Satz des Pythagoras scheint zum Beispiel sehr sinnvoll zu sein!

Abstandsmessungen
Mathematische Berechnungen
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Herrenwochenende

Dieses Wochenende sollte ein ganz besonderes werden, da wir ein Herrenwochenende mit Camping, lecker Essen und Kajaktouren geplant hatten. Die Wetterfee war uns auch sehr gewogen und prognostizierte uns 22 Grad mit Sonne für Freitag in Greven und Samstag in Diepholz. Papa machte am Freitag Homeoffice und konnte wie geplant bereits Mittags Feierabend machen. Er holte mich mit Lucky direkt aus der Kita ab. Mama konnte ich zwar nicht Mehr persönlich Tschüß sagen, aber das machte mir nicht viel aus, da ich echt gespannt auf unsere Tour war. Zudem durfte ich bei Papa vorne sitzen – das sollte aber keiner Mama erzählen, die ist da irgendwie nicht für zu begeistern. Mit den üblichen Staus auf der A1 kamen wir gegen 16 Uhr am in Greven an. Der Stellplatz direkt an der Marina am Dortmund-Ems Kanal war wirklich schön und lädt dazu ein nochmals vorbeizukommen. So unternahmen vor dem Abendessen noch eine kleine Kajaktour im Hafen und auf dem Kanal. Der restliche Abend verlief so, wie ich es mir gewünscht habe: lecker Nudeln mit roter Soße, jede Menge Kartoffelchips, Netflix gucken und lange aufbleiben – eine wirklich Runde Abendgestaltung, oder findet ihr nicht? Am nächsten morgen fuhren wir nach einem kurzem Frühstück ungewaschen (und ohne Zähneputzen) zu Oma und Opa nach Diepholz. Dort wurden wir freudig erwartet und konnten uns über ein zweites Frühstück hermachen. Gegen Mittag fuhren wir dann mit Opa zum Dümmer nach Eickhopen um dort unsere große Kajaktour nach Diepholz zu starten. Opa durfte leider nicht mit, da einer ja das Auto zurückfahren musste. Die Tour war wirklich fantastisch. Bei besten Wetter ruderten wir an Feldern und Bäumen entlang. Auf der Strecke überholten wir noch ein Paar mit einem Kanu. Papa und ich waren uns sicher, dass die beiden bestimmt 1/3 mehr Strecke bis DH vor sich hatten, da sie zu meiner Erheiterung ständig Schlangenlinien fuhren. In der Nähe von DH wurde die Tour total abwechslungsreich und abenteuerlich. Wir kamen an versteckten Gärten, kühn erbauten Baumhäusern sowie Brücken vorbei und wagten uns durch dunkle und enge Tunnelsysteme. Ein wahres Abenteuer! Also wer Lust hat und gerne Wassersport betreibt, dem empfehle ich die Route sehr. Am Rathaus in DH holte uns Opa sogar pünktlich ab. Den restlich Tag verbrachten wir bei Oma und Opa. Ich spielte ausgiebig mit Opa im Garten, mit Oma bastelte ich im Haus eine Laterne und wir spielten zusammen Würfelkönig. Zum Abendessen gab es dann noch mein Leibgericht: Spätzle mit brauner Soßen. Also ein rundum gelungener Tag, oder findet ihr nicht? Am Sonntag ging es nach dem Frühstück leider zurück nach Hause, aber einwenig freute ich mich auch, da Mama daheim auf mich wartete. Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich mit Papas Planung rundum zufrieden war. Solche Herrenwochenenden können wir gerne häufiger machen. Auf jeden Fall wollen wir nächstes Jahr die Kajaktour wiederholen, mal schaun, ob wir die Mama dann mitnehmen..

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Radtour in Ostbelgien

Heute war das Wetter hervorragend und wir unternahmen daher eine Radtour nach Ostbelgien. Belgien ist nämlich gar nicht weit von uns entfernt, man fährt nur circa 40 Minuten nach Raeren. Den Ort können wir übrigens nicht aussprechen. Wir haben uns in Raeren aber auch nicht getraut, zu fragen.

Der Ort selbst ist sehr nett, allerdings fanden wir die Knotenpunkte erst einmal nicht. Sie sehen ganz anders aus als in Holland und sind wohl auch neu eingerichtet. Ein netter Herr half uns zum Glück und von da an fuhren wir den 30 Kilometer Rundweg. Die Strecke war landschaftlich sehr nett, allerdings war es so, dass wir häufig an Autostraßen entlang fuhren. Aus diesem Grund kann ich die Strecke nicht umbedingt empfehlen, wohl aber einem Besuch in Raeren.

Unterwegs hielten wir übrigens in einem sehr noblem Restaurant. Es hatte sogar einen Michelin-Stern. Wir haben dies aber nicht bemerkt und trugen Trainingshosen und Fahrradkleidung. Zusätzlich bestellte ich Pommes. Irgendwie witzig. Ich aß Pommes und trug Trainingshose in einem Sternerestaurant.

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Geburtstagswochende

Dieses Wochenende war ich wirklich viel beschäftigt. Am Freitag kam meine Freundin und Ehefrau zu Besuch und wir spielten von 14 Uhr bis 17 Uhr bei uns zu Hause. Meiner Ehefrau gefällt es sehr gut bei uns, sie wollte gar nicht nach Hause. Mama und Papa sind aber auch sehr nette Schwiegereltern und haben ihr beim Bäcker Torte und Kakao gekauft. Meine Frau ist nämlich sehr verfressen.

Gegen 18 Uhr kamen Mamas Gäste, wobei eine Freundin zu spät kam, da sie verschlafen hatte. Witzig, oder? Papa kochte für die Damen und kam dabei nie zu Wort. Aber die reden auch ohne Ende. Ich beschränkte mich daher auf das Bedienen der Gäste und brachte brav Getränke und Essen. Danach gingen Papa und ich zu Bett. Mamas Gäste blieben wohl bis halb eins und man trank noch spät abends Sekt. Mama war daher am Samstag etwas müde und matschig. Zum Glück schliefen wir alle bis halb neun und gestalteten den Morgen dann mit Aufräumen.

Am frühen Nachmittag war ich dann auf dem Geburtstag meines Kumpels eingeladen. Er feierte eine wirklich coole und wilde Party in der Sporthalle. Ich wollte natürlich hin, traute mich aber nicht zu richtig. Zum Glück kam Papa mit und dank ihm hatte ich einen tollen Tag. Manchmal lohnt es sich, sich zu trauen. Ich war nämlich mehr als begeistert von dieser Sportarty. Es gab viele Ballspiele und einen Kletterparours.

Am Abend waren wir dann alle müde und fielen gegen halb zehn ins Bett.

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Der Maare-Mosel-Radwege: das zweite Mal

Wir hatten spontan beschlossen dem schlechten Wetter in Frechen zu entfliehen und so fuhren wir gestern Nachmittag nach Bernkastel Kues an die Mosel. Dort waren wir schon einmal und ich hatte dort meinen allerersten Campingurlaub verbracht (Ihr könnt dies in meinem Blog nachlesen).

Meine Erkältung war bereits besser und Mama und Papa konnten früh Feierabend machen, insofern stand dem Kurzurlaub nichts im Wege. Allerdings empfehle ich euch alles vorher zu reservieren, die Mosel scheint ein beliebtes Reiseziel zu sein. Papa hatte zum Glück gleich morgens um neun auf dem Campingplatz angerufen und Mama hatte wenig später den Fahrradbus nach Daun gebucht. Sie konnte allerdings nur den früheren Bus buchen und so fuhren wir heute morgen gleich um acht Uhr los. Im Nachhinein war dies auch die richtige Entscheidung, denn wir waren mit allen Pausen und Stopps auch erst gegen 16 Uhr wieder am Campingplatz: mit dem späteren Bus wären wir vermutlich erst gegen 18 Uhr am Platz, und dies wäre knapp geworden, wenn man noch Duschen möchte und zu Abend essen möchte.

Aber zurück zur heutigen Tour: Wir standen bereits um 6:45 Uhr auf und Hüpfpferd war so laut, er weckte vermutlich den gesamten Campingplatz. Wir frühstückten Müsli im Auto und Papa schmierte fleißig Schnittchen bevor wir dann nach Bernkastel Kues fuhren und in den Fahrradbus stiegen. Dieser war allerdings sehr teuer. Die Radtickets kosteten 10 Euro und Mama und Papa jeweils 12 Euro. Das heißt, insgesamt zahlten wir 36 Euro für eine einstündige Fahrt. Teuer, oder? Im Nachhinein erfuhren wir, dass es günstige Gruppentickets gibt. Das nächste Mal sollten wir diese nutzen, oder uns spontan Mitfahrer suchen. Dann hätten wir nur die Hälfte bezahlt.

Auf der Fahrt nach Daun unterhielt ich meine Eltern und zwei nette Mitfahrer. Sie spielten sogar „Ich sehe was, was du nicht siehst“ mit uns. Nett, oder?

Generell sind Fahrradfahrer immer sehr nett zu mir. Ich darf überall vorbeifahren oder werde vorgelassen. Außerdem werde ich stets begeistert begrüßt, wenn ich mit Jule an jemanden vorbei fahre. Ich hoffe, das bleibt so und ich nehme an, es liegt auch an Jule, sie ist schließlich ein hübsches und sportliches Fahrrad.

Als wir in Daun ankamen, ging es erst einmal bergauf. Mama und Papa hatten dies anders in Erinnerung und fluchten etwas. Dafür fuhren wir durch den ersten längeren Tunnel und über mehrere Viadukte. Ich fuhr natürlich selbst, mit dem Ziel 30 Kilometer des Weges selber zu fahren. Allerdings wurde ich nach zehn Kilometern etwas müde und stützte auch noch vom Fahrrad. Daher ließ ich mich erst trösten und dann anhängen. Bis Plein fuhren Papa und ich dann im Tandem. Kurz vor Plein machten wir Pause an einem netten Rastplatz und dann fuhren wir kilometerlang nur bergab. Man musste wirklich kaum treten und ich war ganz fasziniert, denn die Strecke war fantastisch. Der Weg war durchgehend asphaltiert und immer wieder gab es Tunnel oder Viadukte. Ich schaffte daher die 30 Kilometer, wenn auch mit viel Kraftaufwand. Jule schaffte ebenfalls einen Rekord, nämlich die 500 Kilometer. Sie ist seit Februar 2020 bei uns und schon so viel gefahren!! Wir beide waren daher mächtig stolz und feierten dies in einem netten Restaurant in der Nähe der Mosel.

Die letzten zehn Kilometer ließ ich mich dann wieder einhängen und wir fuhren an der Mosel entlang zurück zum Campingplatz. Ich war ganz schön geschafft, aber ich war gestern auch lange wach.

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Corona Interview mit Mathilde Teil 2

Liebe Mathilde, im März führte ich ein erstes Interview mit dir, in welchem es um Corona ging. Wie siehst du die Situation jetzt, sechs Monate später…

Ich erkenne immer mehr, dass wir Kuscheltiere und Kuschelpuppen dem Menschen überlegen sind. Es ist weiterhin kein Kuscheltier oder keine Kuschelpuppe an Corona erkrankt und dies lässt darauf schließen, dass wir immun gegen das Virus sind. Studien aus China und den USA, die mir ebenfalls vorliegen, scheinen dies zu bestätigen.

Das freut mich, wir Menschen sind ja leider nicht immun. Könnt ihr Kuscheltiere oder Kuschelpuppen hier helfen?

In erster Linie leisten wir bei euch Menschen seelischen Beistand, das heißt, wir trösten euch und versuchen euch zu beruhigen. Dann stehen wir euch natürlich auch in wissenschaftlichen Fragen hilfreich zur Seite. Wir forschen zum Beispiel an einem Impfstoff oder beraten die Bundesregierung.

Echt? Ihr Kuscheltiere beratet die Bundesregierung?

Natürlich, und nicht nur diese. Auch Ärzte, Wisssenschaftler und Forschungseinrichtungen, wir sind quasi omnipresent. Die Leopoldina Akademie beraten wir allerdings nicht mehr. Dort kam es zu, na ja, nennen wir es Differenzen.

Was genau meinst du mit Differenzen?

Man nahm uns Kuscheltiere oder Kuschelpuppen dort nicht ernst genug. Ich zum Beispiel wollte die Vorsprecherin dieser Akademie werden, das wollte man aus unerklärlichen Gründen aber nicht. Daher habe ich die Akademie verlassen, auf eigenem Wunsch, versteht sich.

Du sprachest auch von Impfstudien, an denen ihr forscht?

Selbstverständlich. Ich selbst forsche gerade an einem Medikament aus Milch, Harnflüssigkeit und Backpulver. Ich bin überzeugt, dass es in der richtigen Mischung wirkt. Die Dosierung muss ich noch abstimmen. Außerdem fehlt es mir an Probanden. Hättest du Interesse?

Ich müsste erst meine Eltern um Erlaubnis fragen.

Nein, das musst du nicht. An meiner Studie kannst du so teilnehmen.

Dann lieber nicht. Ich wette, meine Eltern sind dagegen.

Kein Wunder, dass wir nicht vorankommen, wenn ihr Menschen immer zweifelt und Angst habt.

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Der erste Herbstinfekt

Pünktlich mit dem erstem September bin ich krank geworden. Mama war gleichzeitig wieder aus der Quarantäne entlassen worden, da bin ich krank geworden. Zum Glück hatten Mama und Papa zuvor ihr negatives Corona Ergebnis erhalten und so waren wir einigermaßen entspannt. Zusätzlich sollte Papa weiterhin von zu Hause arbeiten und daher konnte er auf mich aufpassen.

Gestern habe ich den ganzen Tag auf dem Sofa gelegen. Ich hatte zwar kein Fieber, aber mir ging es einfach nicht gut. Am Abend habe ich mich dann noch übergeben. Danach ging es mit ein wenig besser, aber meine Nase lief und ich hatte etwas Husten. Heute ging es mir schon wieder gut. Papa passte weiterhin auf mich auf und arbeitete nebenbei von zu Hause. Er zeigte mir das Spiel Simcity auf seinem alten Nintendo und wir bauten mit dem Computerspiel eine komplette Spiel. Mama verrieten wir natürlich nicht, wie lange wir vor dem Fernseher saßen. Sie kam erst um 14 Uhr aus der Anstalt und hatte erst einmal überall die Sitzordnung geändert. So sitzen jetzt alle Schüler mehr als zwei Meter von ihr weg!

Jetzt liege ich im Bett und tue so als würde ich schlafen. Wir alle hoffen, dass der Infekt nicht noch in die Bronchien rutscht, denn wir wollen am Wochenende nach Bernkastel Kues fahren….