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Vorbereitungen auf den zweiten Lockdown

Es wird wieder ernst: die Corona Zahlen steigen erschreckend schnell an und wir sind alle drei in großer Sorge. Aus diesem Grund ist der neue Lockdown für uns auch vollkommen nachvollziehbar und sinnvoll. Wir hoffen, dass er hilft!!

Dieses Mal ist es so, dass sich Mama viel schneller mit der neuen Situation abgefunden hat. Das letzte Mal war es wirklich schockierend für sie und sie hat lange gebraucht, um sich mit der neuen Situation abzufinden. Jetzt war es beinah umgekehrt. Papa hatte zwei Wochen Urlaub und als er Anfang der Woche in sein Büro fuhr, war alles anders. Er musste plötzlich einen Mundschutz tragen und all seine beruflichen Kontakte reduzieren. Außerdem soll er, wenn immer möglich, von zu Hause arbeiten Mama kannte dies ja alles schon von ihrer Schule. Ich selbst erlebe weiterhin ein wenig Alltag. Noch gibt es keine aktiven Fälle in meinem Kindergarten, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir oder zumindest einer von uns in Quarantäne landet. Alleine in Mamas Klasse hatten bereits drei Schüler Corona, aktuell sind zwei Schüler infiziert, aber sie sind zum Glück im Praktikum. Daher ist Mama gerade auch nicht in Quarantäne.

Da heute das Wetter sonnig und warm war unternahmen wir einen Ausflug an die Rurtalsperre. Diese ist im Herbst sehr nett. Wir wanderten von Rurtal bis zur Urftalsperre und zurück. Es war nur eine kleine Wanderung, aber dafür war sie sehr nett. Wir waren nur erschrocken, wie wenig Wasser die Talsperre hat. Guckt euch einmal alte Bilder auf meinem Blog an. Ihr werdet erschrocken sein.

Am Abend hat der Kuscheltier- Kindergarten übrigens einen St. Martinsumzug durchgeführt. Wir sind im Bollerwagen mit unseren Laternen durch Königsdorf gezogen und haben anschließend in unserem Garten gesungen. Natürlich gab es auch Weckmänner für alle.

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Auf dem Holzweg

Heute haben wir eine Ferienabschlusswanderung unternommen. Wir wanderten den 10 Kilometer langen Holzweg an der Sieg. Vermutlich wird es die letzte längere Wanderung in diesem Jahr sein, denn man fährt immer eine Stunde bis an die Sieg. Da ja heute die Zeit umgestellt wurde, ist es bald schon um 17 Uhr dunkel und daher müssen wir die wohl bald die Kilometer kürzen, oder aber im dunklem Wald wandern.

Zum Glück gibt es aber in unserem Wanderführerer auch mehrere kurze Touren. Wir planen diese im November, Dezember und Januar zu wandern, also dann wenn es dunkel, kalt und nass wird.

Die heutige Tour war übrigens ganz schön steil und matschig. Das hatten wir gar nicht so erwartet, aber wir waren ja auch vom Heidschnuckenweg sehr verwöhnt. Papa kam ganz schön ins Schwitzen und ich war gleichzeitig sehr genervt, da ich häufig aus meinem gemütlichen Croozer aussteigen musste. Aus diesem Grund kann ich die heutige Tour auch nur bedingt weiterempfehlen, denn sie war einfach zu Croozer unfreundlich. Landschaftlich war sie dafür sehr nett und mit 10 Kilometern hatte sie auch die richtige Länge.

Am Abend aßen wir übrigens Knödel mit Sauerkraut. Wir leiten daher den Winter ein. Es ist ja auch schon um 18 Uhr stockdunkel!

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Etappe 6: Bispingen nach Soltau, 22 Kilometer

Unsere letzte Etappe lag vor uns. Diese hatte es noch einmal in sich, allerdings nur von der Länge her, die Steigungen hatten merklich abgenommen. Trotzdem stärkten wir uns erst einmal bei unserer netten Gastgeberin. Wir essen wirklich die doppelte Menge. So aß ich ein komplettes Brötchen mit Salami und anschließend noch ein Müsli. Günstige Frühstücksgäste sind wir gerade nicht.

Die Etappe begann dann in Bispingen. Angeblich ein beschaulicher kleiner Heideort. Wir fanden es einfach nur laut, denn die Hauptstraße führte genau durch die Innenstadt. Zum Glück verließen wir Bispingen bald und wanderten dann durch viel Wald. Nach vier Kilometer erreichten wir einen spannenden Waldspielplatz. Dort rutschte ich eine riesige Rutsche hinunter. Es war allerdings alles nass und mit meiner Matschhose bekam ich daher richtig Tempo. Ich hatte daher Glück, dass ich nur auf den Po plumpste.

Wir wanderten weiter durch einsame Waldwege. Papa hatte ganz schön zu schleppen. Die Wege waren nämlich sehr eng und häufig auch sehr sandig. Mama kann da leider nicht helfen. Sie hat immer seltsame Knieschmerzen, die sich beim Croozer schieben stets eigenartig verschlimmern.

Gegen Mittag machten wir eine lange Rast in der einsamen Heide. Wir aßen eine leckere Buchstabensuppe und genossen den Ausblick auf die Heide. Später ging es weiter in Richtung Heidepark. Dort erkundigten wir uns nach einem möglichen Eintritt. Denn aktuell planen wir morgen noch einen Besuch im Heidepark. Alle sind sich nämlich einig. Ich habe mir einen Theodor Tag wirklich verdient. Zusätzlich erscheint uns der Heidepark als ziemlich coronasicher. Die Attraktionen sind ja alle draußen.

Vom Heidepark wanderten wir die letzten sieben Kilometer nach Soltau. Ein letztes Mal genossen wir die frische Waldluft, die Ruhe und eine gewisse Sorglosigkeit. Vielleicht sollten wir einfach bis nächstes Jahr weiter wandern und so Corona entfliehen?

Am späten Nachmittag erreichten wir unser Hotel und nutzten erst einmal die Badewanne. Ich badete gemeinsam mit Papa und wir unterhielten uns sehr lange im warmen Wasser. Mama faulenzte währenddessen vor dem Fernseher. Zum Abschluss gingen wir in das Steakhaus, direkt in unserem Hotel. Wir haben alle schwere Beine und ich fiel beinahe vom Stuhl, so müde war ich. Aber ich bin heute auch sechs oder sieben Kilometer selbst gewandert.

Wir haben nicht eine Heidschnucke gesehen, aber dafür welche gegessen!
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Im Umräumfieber

Ich habe mich lange nicht mehr gemeldet, aber das lag daran, dass wir wirklich viel zu tun hatten. Die Maler waren nämlich bei uns im Haus als wir wandern waren. Sie haben mein Zimmer gestrichen (in blau und weiß), den kompletten Flur und die neuen Wände im Dachgeschoss. Wir waren also ganz gespannt als wir Montag Abend wieder nach Hause kamen – und es sah wirklich ganz anders und vor allem viel besser aus. Die Highlights sind wirklich mein Zimmer und das Dachgeschoss. Alles wirkt heller und größer.

Ich selbst bin gleich am Dienstag wieder in den Kindergarten gegangen. Dort ist noch Normalität und wir sind weiterhin sehr angetan von unserem Kindergarten. Die Erzieher bemühen sich wirklich um Normalität und so bekomme ich von Corona nicht so viel mit. Allerdings höre ich doch ab und zu mit und weiß, dass die Zahlen bedrohlich ansteigen.

Mama und Papa haben die Tage dann genutzt und haben um- und eingeräumt. So haben sie den Wickeltisch aus meinem Zimmer getragen. Er steht jetzt im Keller. Denn einen Wickeltisch brauche ich wirklich nicht mehr. Dann hat Papa im Dachgeschoss den Boden neu verlegt. Der Arme hatte es erst so versucht, dass er nicht alle Bretter herausnehmen musste, aber das hat nicht geklappt. Daher musste er dann doch alle Möbel verschieben und den gesamten Boden neu verlegen. Jetzt sieht es dafür toll aus. Mama ist auch sehr zufrieden, denn der Schreibtisch steht jetzt wieder an der Wand und nicht mehr mitten im Raum. Seltsamerweise arbeitet sie lieber an einer Wand und nicht mit Blick zum Fenster.

Zusätzlich haben Mama und Papa noch ein Hochbett und einen Schreibtisch für mein neues Zimmer gekauft. Klasse, oder? Ich bekomme dann ein richtiges „Schulkind-Zimmer“. Erst muss Papa aber den Boden neu verlegen. Dies macht er im November, dann wenn der Lockdown kommt. In diesem verrückten Jahr muss man sich Projekte nämlich gut einteilen 😉

Ansonsten war die Woche eher ruhig. Wir haben uns noch einmal mit Nahrungsmitteln und Klopapier eingedeckt, da wir damit rechnen bald in Quarantäne zu müssen. Außerdem habe ich mich zwei Mal mit meinen Freunden getroffen. Einmal war meine Ehefrau bei mir zu Besuch und sie genießt es jedes Mal mit Mama und mir an die Luft zu gehen. Mama erlaubt ihr nämlich, Pilze in Gebüschen zu sammeln und das gefällt ihr richtig gut. Am Samstag habe ich dann meinen Kumpel besucht und wir haben den gesamten Nachmittag in seinem riesigen Garten verbracht. Das war klasse und ich hatte am Abend einen solchen Hunger, von all dem Getobe und Spielen im Garten.

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Etappe 5: Niederhavenbeck nach Bispingen 16,8 Kilometer

Das Highlight zuerst: ich habe heute meinen sechsten Stempel auf dem Wanderpass bekommen und mir damit einen bronzenen Anstecker verdient. Die Frau in der Tourismuszentrale hat mir sogar noch eine Urkunde ausgedruckt. Ich bin so stolz und habe mir den Anstecker auch gleich an meinen Rucksack gepinnt. Mama hat jetzt schon zwei Anstecker an ihrem Rucksack, der Pin vom Malerweg klebt dort nämlich schon.

Aber zurück auf Anfang : wir schliefen hervorragend und vor allem bis acht Uhr. Aber in Niederhavenbeck ist ja auch nix los und daher wird man auch nicht durch störende Geräusche geweckt. Wir frühstückten in der urigen Pension und wurden von der freundlichen Besitzerin hervorragend bedient. Danach räumten wir in der Wohnung noch auf und wanderten dann durch die Heide zurück in die Zivilisation.

Dies merkte man der Wanderung auch an. Zu Beginn liefen wir noch durch die einsame Heide, später wurde es dann unruhiger und wir durchquerten mehrere Orte und die Autobahn. Dennoch blieb die Strecke nett und kurz vor Bispingen gab es auch noch einmal eine nette Heidelandschaft.

Am frühen Nachmittag erreichten wir unsere kleine Pension, am Rande vom Bispingen. Diese hat sehr strenge Coronaregeln und wir haben Glück, dass der Rhein Erft Kreis weiterhin unter dem Wert liegt. Das Zimmer selbst ist sehr rustikal eingerichtet, aber es reicht vollkommen. Wir duschten, entspannten vor dem Fernseher und gingen dann noch ein wenig durch die Innenstadt von Bispingen. Später aßen wir im Heidegrill. Die Portionen waren aber wieder zu klein!

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Etappe 4: von Undeloh nach Niederhavenbeck

Heute wanderten wir weiter durch die einsame Heide. Sowohl Undeloh als auch Niederhavenbeck sind kleine und geschützte Dörfer inmitten der Lüneburger Heide, in Niederhavenbeck leben sogar nur 33 Menschen. Wir sind daher ziemlich coronasicher, da wir kaum Menschen begegnen.

Zusätzlich stehen wir weiterhin sehr früh auf. So waren wir heute morgen die ersten und auch die einzigen am Frühstücksbuffet. Auch später, als wir durch die Heide wanderten, begegneten wir kaum einer Person.

Wir sind mittlerweile ein eingespieltes Wanderteam und alle haben ihre Rolle in der Gruppe gefunden. Am Anfang der Wanderung laufe ich selbst und spiele lustige Spiele mit Mama. Wir spielen dann, dass wir Züge sind oder ich bin ein wildes Gespenst und Mama muss mich fangen. Nach zwei oder drei Kilometern werde ich müde und setze mich in meinen Croozer. Dort male ich, löse Rätsel aus meinem Labyrinthbuch oder male mit meinem Malprogramm auf dem Tablet. Mama und Papa planen dann meistens die nächsten Tage oder reden über langweilige Erwachsenenthemen. Später steige ich dann wieder aus und wandere weiter.

Heute war übrigens unsere Tour nicht wirklich lang. Wir erreichten gegen Mittag ein weiteres kleines Heidedorf und Mama und ich stifteten dort richtig Verwirrung, da wir den Wanderstempel haben wollten. Irgendwie betraten wir dabei ständig falsche Räume und Häuser : aber die Heidehäuser sehen auch alle gleich aus.

Wir speisten in der Milchbar, eine Art Restaurant, welches von EU Fördermitteln gebaut wurde und wanderten dann weiter auf den Wilseder Berg. Diesen hatte Mathilde erobert, aber er war nicht wirklich hoch und daher besiegten wir Mathilde und holten uns den Berg zurück. Allerdings fragen wir uns, wie Oma und Opa aus Nienburg mit ihren Fahrrädern auf diesen Berg gekommen sind? Der Weg ist nämlich ziemlich sandig und fahrradunfreundlich. Beim Abstieg trafen wir auf zwei sehr nette Fahrradfahrer. Überhaupt scheinen viele Menschen an unserer Tour interessiert zu sein, denn wir treffen kaum Wanderer, welche mehrtägige Wanderungen unternehmen. So kommt man immer schnell ins Gespräch und ich lasse mich dabei immer fleißig bewundern. Letztendlich kann ich es aber gar nicht oft genug wiederholen: solche Wanderungen sind einfach nur toll für uns Kinder. Man ist wirklich die gesamte Zeit mit seinen Eltern zusammen und genießt die Natur. Was gibt es Besseres? Daher bin ich auch ganz begeistert von diesem Urlaub und möchte umbedingt weiterwandern.

In Niederhavenbeck fanden wir sehr schnell unsere Ferienwohnung. Dies war aber auch nicht schwer, denn in Niederhavenbeck gibt es nur drei Häuser. Unsere Ferienwohnung ist riesig und etwas in die Jahre gekommen. Leider ist sie etwas staubig, daher hat Papa Beschwerden. Seine Nase ist zu. Dennoch hat er lecker für uns gekocht. Es gab Gespenstersuppe und ein Reisgericht. Wir hatten bereits vorgestern eingekauft und freuen uns nun, dass der Croozer wieder leichter wird.

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Etappe 3: von Handeloh nach Undeloh, 15,3 Kilometer

Wir haben gut geschlafen, in diesem verrückten Tagungshaus. Allerdings schliefen wir bereits um 21 Uhr ein und ich war wirklich fitter als meine Eltern. Mama schlief nämlich schon vorher ein. Angeblich wollte sie später noch aufwachen und sich die Zähne putzen. Doch das passierte nicht. Mama schlief also die Nacht über, ohne sich die Zähne zu putzen. Igitt.

Am Morgen erschreckte Mama dann erst einmal die Seminarteilnehmer im Badezimmer. Die arme Frau bekam vermutlich den Schreck ihres Lebens als sie das Bad verließ und im Dunkeln auf Mama traf.

Die Zeit bis zum Frühstück verbrachten wir wieder in der Bibliothek. Es roch seltsam nach Weihrauch und Räucherstäbchen und so lüfteten wir erst einmal. Um 8:30 Uhr frühstücken wir dann gemeinsam mit den Seminarteilnehmern. Diese waren alle sehr nett zu uns. Sie belegten übrigens ein Seminar, mit dem Thema „Bonding“. Man kuschelt dann wohl ganz viel miteinander. In Pandemiezeiten erscheint mir dies etwas seltsam, aber ich möchte das nicht zu negativ bewerten, denn alle Teilnehmer des Seminars waren sehr freundlich und sehr interessiert an uns und unserer Wanderung. Wir haben uns daher sehr wohl gefühlt. Gleichzeitig war das Frühstück sehr lecker. Es gab viel Obst, viel Gemüse und solch leckere Sachen wie Haferkleie und Bircher Müsli. Wir schlugen richtig zu!

Im Anschluss daran verließen wir diese äußerst interessante Unterkunft. Wir werden sie so schnell nicht vergessen. Affe hat übrigens bei dem Seminar mitgemacht. Er hat auch nicht bei uns übernachtet, verrät aber auch nicht, was an dem Abend noch passiert ist.

Gegen zehn Uhr begannen wir mit der heutigen Wanderung. Es beginnen nämlich die beiden schönsten Etappen, mitten durch die einsame Heidelandschaft. Wir werden also zwei Tage kaum auf Zivilisation treffen und zwei Mal in einsamen Heidedörfern übernachten. Dort dürfen auch keine Autos fahren.

Da die heutige Etappe kürzer war, war es auch nicht so anstrengend. Wie genossen die Heidelandschaft und kamen dabei auch wirklich zur Ruhe. Wir hörten den ganzen Tag keinen Lärm und begegneten auch nur ab und zu Menschen. Dies spürt man auch, denn wir sind alle drei sehr entspannt und ruhig. Vielleicht liegt es aber auch an der spirituellen Erfahrung der letzten Nacht??

Gegen 14 Uhr erreichten wir das heutige Ziel. Ein nettes Heidehotel in Undeloh. Der Ort ist sehr klein und besteht eigentlich nur aus Hotels oder Ferienwohnungen. Affe unternahm für 70 Euro eine Kutschfahrt und wir besuchten das Heidemuseum. Undeloh ist nämlich durchaus touristisch und es gibt sogar einen kleinen Markt mit netten Soveniers. Wir haben allerdings für nix Platz, daher kommen wir auch gar nicht in Versuchung, etwas zu kaufen.

Mama lud uns dafür auf Kaffee und Kuchen im Heidemuseum ein. Wir schlugen wieder kräftig zu und selbst Papa aß Kuchen. Wir essen wirklich wie die Verrückten. Ich war vorher sogar schon richtig schlecht gelaunt, da ich so hungrig war. Anschließend besuchten wir noch das kleine Heidemuseum. Mama fand es sogar spannend und erzählte uns viel zur Entstehung von Mooren und Heidelandschaften. So weiß ich jetzt, dass Birken auf nährstoffarmen Böden wachsen oder dass diese Region früher mit Eis bedeckt war.

Gleich gehen wir richtig rustikal essen. Ob Mama und Papa wieder Heidschnucke essen?

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Heidschnuckenwanderweg Tag 2: Buchholz nach Handeloh, 23,5 Kilometer

Unser Hotel in Buchholz war richtig nett. Am Abend konnte man sich gratis an der Kaffeebar bedienen und es gab auch andere Kaltgetränke, an denen sich Mama und Papa fleißig bedienten. Trotzdem fielen wir schon gegen 21 Uhr ins Bett und schliefen bis beinahe acht Uhr morgens. Das Frühstück war ebenfalls lecker und reichhaltig. Ich kann mittlerweile schon ohne Probleme am Büfett mitessen und esse auch gerade ohne Ende. Wandern macht hungrig!

Wir wanderten dann gegen halb zehn los und der Weg führte uns erst einmal durch Buchholz. Dies war nicht besonders spannend, aber immerhin verliefen wir uns nicht. Der Weg ist aber auch gut ausgeschildert. Erst nach Buchholz wurde der Weg spannender, wir liefen zuerst auf einen kleinen Berg und folgten dann dem Weg in die Höllenschlucht. Später ging es dann in die weite Heidelandschaft, durch die wir bis zum Restaurant Schafstall wanderten. Dort schlugen wir richtig zu und aßen für 50 Euro Spezialitäten aus der Heide. Die Portionen waren uns aber zu klein, und wir wissen nicht, ob es an unserem Hunger lag, oder ob die Portionen wirklich zu klein waren.

Die letzten Kilometer wurden anstrengend. Wir wanderten erst nach Handeloh und Papa und ich kauften dort für die kommenden Tage ein. Mama sonnte sich währenddessen auf Edeka Parkplatz und wurde von einem netten Mitarbeiter angesprochen. Er war aber sehr hilfsbereit und machte sich Sorgen um Mama. Sie konnte ihn aber beruhigen.

Dann wanderten wir weiter zu unserer heutigen Unterkunft. Diese ist sehr interessant und es bedarf einer längeren Vorgeschichte: in Handeloh gibt es nämlich nur ein Hotel und dies hat gerade zu. Daher hat Mama über das Internet ein Seminarhaus für Tänze und Esoterik gefunden und dort angefragt, ob man eine Nacht übernachten könne. Die Frau war sehr angetan von dieser Idee und rief uns mehrmals zurück. Papa bekam da schon ein wenig Angst. Als wir auf dem Weg zu diesem Seminarhaus waren (es liegt einsam im Wald), fuhr die nette Frau an uns vorbei und nahm uns schon das Gepäck ab. Nett, nicht wahr? In diesem Haus wurden wir sehr freundlich empfangen und es wurde uns alles gezeigt. Wir schlafen ganz oben in einem riesigen Raum mit lauter Dachfenstern. Zusätzlich befindet sich noch eine weitere Gruppe in diesem Haus, die ein Seminar belegt. Und jetzt wird es seltsam: hier finden immer Seminare zur Körper und Geist statt. Einmal war das Haus bereits in den Schlagzeilen, da die Teilnehmer zu viele halozogene Pilze gegessen hatten.

Trotzdem fühlen wir uns bisher sehr wohl in diesem Haus. Wir haben einen eigenen Aufenthaltsraum, eine kleine Bibliothek und der Koch gab uns leckere Reste vom Kaffeeklatsch. Hungrig wie wir waren, haben wir natürlich alles aufgegessen.

Leckeres Essen im Schafstall
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Heidschnuckenweg: Etappe 1 von Hamburg Fischbek nach Buchholz Steinbeck

Unser Tour begann knallhart, nämlich mit mehr als 25 Kilometern. Wir liefen zuerst vom Hotel aus zum Startpunkt, und dies waren bereits zwei Kilometer. Dort angekommen waren es noch immer 28 Kilometer bis nach Buchholz in der Nordheide. Zum Glück hatten wir ein Hotel in Steinbeck, dies lag am Ortseingang von Buchholz, und so waren es „nur“ 26 Kilometer.

So lange bin ich noch nie gewandert, allerdings möchte ich ehrlich sein: Ich habe ab und zu im Croozer pausiert. So hielt ich einen kleinen Mizzagsschlaf, malte Sommerbilder oder nutzte das Ausmalprogramm auf meinem Tablet. Mama und Papa haben mir nämlich ein tolles Ausmalspiel heruntergeladen. Insgesamt wanderte ich zwischen fünf und sechs Kilometer selbst. Ich habe aber auch eine gute Ausrüstung. Ich besitze zum Beispiel zwei sehr gute Jacken. Eine warme Jacke und eine Regenjacke. Beide kann ich, je nach Bedarf wechseln. Dann trage ich eine richtig gute Regenhose und natürlich warme Wanderschuhe. Affe saß dafür die ganze Zeit im Croozer, schlürfte Rotwein und aß Datteln im Speckmantel. Er macht wohl gerade richtig Urlaub.

Die Wanderung war sehr abwechslungsreich und vor allem einsam. Man lief eigentlich nur durch die Natur. Anfangs ging es ganz schön bergauf und bergab, als wir durch die Fischbeker Heide liefen. Später wurde es dann etwas flacher, aber dafür wurzelig. Erst ab der Hälfte wurde es flacher und auch urbaner. Dennoch hab es kaum Möglichkeiten zur Verpflegung und so mussten wir an einer Schule nach Wasser fragen. Das war sehr skuriell, denn Mama durfte dann im Lehrerzimmer der Schule die Wasserflaschen auffüllen. Der Hausmeister war ganz stolz, Mama ein echtes Lehrerzimmer zu zeigen, aber Mama klärte ihn schnell auf, und da mussten beide lachen. Der Hausmeister war aber sehr freundlich und erlaubte uns dann auf dem Schulhof Suppe zu kochen. Wir hatten dabei Glück und konnten die Suppe sogar in der Sonne genießen. Später wurde es dann aber regnerisch und wir mussten uns zwanzig Minuten unterstellen. Insgesamt hatten wir aber Glück und wurden kaum nass. Auf dem letzten Stück trafen wir auch andere Wanderer, sie hatten ebenfalls in diesem lauten Hotel übernachtet.

Unser jetziges Hotel ist dafür richtig nett. Es gibt sogar Kaffee und Limo gratis, außerdem ist es viel ruhiger. Am Abend kochte Papa für uns im Hotel Nudeln mit Soße, denn das Restaurant hatte zu. Wir hatten aber mitgedacht, denn häufig ist ja am Montag Ruhetag. Ich selbst turnte auch noch fleißig durch das Zimmer. Eine kurze Ruhephase reicht mir mittlerweile.

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Wir wandern den Heidschnuckenwanderweg

Was haben wir gezittert, dass wir in den Urlaub fahren können. Aber vermutlich geht es gerade allen so. Das Corona Jahr ist einfach nur furchtbar. Nix kann man planen und ständig ändern sich alle Pläne. Zum Glück sind wir aber weiterhin gesund, dies ist ja das allerwichtigste.

Mama hatte die letzten Tage in der Anstalt gut überstanden und stand auch nicht wieder unter Quarantäne. Ich selbst ging am Freitag noch in den Kindergarten und besuchte am Samstag noch einen Kindergeburtstag. Ich traute mich das erste Mal ganz alleine auf eine solche Feier und hatte auch jede Menge Spaß. Am Sonntag fuhren wir dann mit dem Auto nach Hamburg und checkten in ein total verrücktes Hotel ein. Es war einigermaßen sauber, wenn man keine Betten verschiebt. Als mein Tipp: verschiebt keine Betten in Hotels. Wir fanden nämlich Chips und jede Menge Staub. Papa bedeckte den Staub dann mit einem Handtuch.

Die Nacht war ziemlich laut. Wir hatten das Gefühl, in einem Zimmer mit Wänden aus Papier zu schlafen. Wir hörten wirklich jedes Wort und ärgerlichweise war es auch wirklich laut in der Nacht. Affe und Mathilde spotteten bereits und empfahlen uns ein teureres Hotel. Wir übernachteten nämlich für 60 Euro, für Hamburg vermutlich etwas zu günstig. Affe verließ das Hotel daher noch in der Nacht und übernachtete am Jungfernstieg. Aus diesem Grund konnten wir am nächsten Morgen auch erst so spät los, nämlich erst um neun Uhr. Affe hatte noch mondän gefrühstückt.