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Rheinradweg Tag 3: von Duisburg nach Wesel

Die Nacht in unserem Duisburger Hotel war seltsam. Mama und ich schliefen wie Steine und bekamen weder den Straßenlärm mit, noch die Laute Musik der Nachbarn. Papa ging es da anders, er wurde von der Musik geweckt und schlief nicht ganz so gut. Fakt ist: Duisburg ist doch anders. Die Stadt ist schmutzig, die Menschen in großen Teilen seltsam und man begrüßt sich gegenseitig mit „Hey Bruder“. Man merkt übrigens, dass Mama auf einer Brennpunktschule war. Sie kann ohne Probleme mit den Duisburgern kommunizieren. So stand heute morgen ein Mann vor unserem Hotel und rief ständig :“Ey Bruder“. Mama ging dann auf den Balkon und wechselte sofort Gestik, Mimik und Sprache. Papa und ich waren ganz erstaunt, aber Mama hat die Duisburger Ghettosprache wirklich drauf. Der Mann entschuldigte sich sogar bei uns, angeblich habe er mich geweckt und es doch Ehrensache, sich dafür zu entschuldigen.

Wir gingen dann in das Hotel gegenüber und frühstückten. Alles in allem fand ich Duisburg sehr interessant. Es ist ganz anders als Frechen. Auch unsere Weiterfahrt am Rhein gestaltete sich spannend. Wir fuhren nämlich am Duisburger Binnenhafen entlang und dann ging es weiter an jeder Menge Fabriken. Mama und Papa erklären mir unendlich viel dazu, aber mich interessierten eher Telefonate mit unseren Kuscheltieren. Ich unterhielt Mama und Papa daher über eine Stunde lang, während sie fleißig mit dem Gegenwind kämpften. Wir hatten heute nämlich keine guten Windbedingungen und daher blieb ich auch bei Papa im Tandem. Gegenwind ist nicht so meins.

Wir fuhren am Duisburger Stahlwerk vorbei und besichtigten noch den Alsumer Berg. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Duisburger Stahlwerke. Mama und Affe waren ganz angetan, aber man muss wohl Geographie studieren, um sich für so hässliche Fabriken zu interessieren. Außerdem war es unfassbar laut. Diese Fabrik macht wirklich viel Lärm. Die armen Menschen, die dort wohnen und arbeiten.

Hinter Duisburg erreichten wir endlich den ruhigeren Niederrhein. Mama wurde nicht müde, uns die Unterscheide zwischen Niederrhein und Industriekultur zu erzählen. Plötzlich gab es keine Fabriken und Städte mehr, sondern nur noch Kuh-und Schafweiden. Es wurde deutlich ruhiger, aber nicht unbedingt weniger windig – und so fuhren wir weiter bis nach Wesel: unser heutiges Reiseziel.

In Wesel angekommen besichtigten wir kurz die Innenstadt. Allerdings fanden wir sie wenig spektakulär, und so fuhren wir zu unserem Hotel. Es handelt sich um das Geburtshaus von Herrn Duden. Mama hat das zuerst gar nicht verstanden, sie dachte, es sei ein Haus für Druiden. Erst Papa stellte fest, dass hier in Wesel alles „Duden“ heißt und so stellten wir fest, dass der Gründer des Dudens aus Wesel stammte. Manchmal sind meine Eltern so peinlich.

Am Abend aßen wir im Restaurant des Hotels. Es war okay, aber ich kann es nicht weiterempfehlen. Das Personal war allerdings so freundlich, dass wir doch zufrieden waren!!!

Morgen früh endet übrigens unser Kurzurlaub. Insgesamt sind wir über 150 Kilometer gefahren und wir haben so viel gesehen. Wir werden den Rheinradweg auf jeden Fall weiterfahren. Er endet ja in Hoak von Holland! Ich selbst liebe ja solche Touren. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass diese Touren für Kinder zu hektisch oder zu anstrengend seien. Ich habe so viel erlebt und wenn ich morgen wieder zu Hause bin, werde ich erst einmal all die Fabriken malen, an denen ich vorbei gefahren bin. Das war wirklich beeindruckend!!!

Blick auf die Stahlwerke in Duisburg, weiter hinten seht ihr die beiden Hochöfen
Kontrast pur: am Niederrhein
Die Mündung der Emscher. Sie fließt hier in den Rhein
Die Lippe fließt ebenfalls in den Rhein
Unser heutiges Hotel: das Geburtshaus von Herrn Duden
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Rheinradweg Tag 2: von Düsseldorf nach Duisburg

Heute morgen habe ich einmal ausgeschlafen, nämlich bis halb acht Uhr. Mama und Papa waren da schon lange wach und Mama hat sich bereits vor sieben Uhr auf die Suche nach einem Bäcker gemacht. Sie ist zuerst durch das Viertel gefahren, in welchem wir übernachtet haben, aber dort hat sie keinen Bäcker gefunden, dafür jede Menge Obdachlose, die auf der Straße geschlafen hatten. Mamas Begeisterung für Düsseldorf nahm daher noch mehr ab. Zum Glück fand sie den Hauptbahnhof und konnte dort für uns Kaffee, Brötchen und Saft kaufen. Wir frühstückten dann in aller Ruhe in dieser seltsamen Wohnung. Im Prinzip war es okay, wir drei sind nicht besonders empfindlich, aber empfindsame Gemüter, wie zum Beispiel Affe, waren weiterhin schockiert. Ihm war es zu schmutzig und es entsprach nicht seinen Vorstellungen von Urlaub. Wir mussten ihm hoch und heilig versprechen heute in einer sauberen Unterkunft zu schlafen, sonst würde er abreisen.

Nach dem Frühstück fuhren wir weiter. Ich fuhr ab dem Rhein selbst und war ganz begeistert von dem tollen Radweg. Zusätzlich hatten wir auch noch Rückenwind und so erreichten wir bereits nach einer Stunde Kaiserswerth. Dort wohnt meine Urtante, also die Schwester meiner verstorbenen Uroma. Wir besuchten sie ganz spontan und natürlich mit Abstand und Mundschutz. Sie schien sich wirklich zu freuen, ich aber konnte den Besuch nicht so richtig genießen, ich musste nämlich auf die Toilette. Meine Urtante sieht meiner Uroma übrigens wirklich ähnlich! Schade, dass Uroma nicht dabei war, aber sie hat bestimmt zugesehen.

Von Kaiserswerth fuhren wir weiter bis nach Duisburg. In Duisburg selbst wird der Rheinradweg blöd. Man kann nämlich nicht mehr am Rhein entlang fahren, da das Stahlwerk zu viel Platz wegnimmt. Papa nahm mich daher ans Tandem und wir fuhren zum Aussichtsturm „Tiger and Turtle“. Dies ist ein Aussichtspunkt, von dem man die Industrieanlagen in Duisburg sehen kann. Eigentlich kann man auch auf das Stahlgerüst klettern, welches aussieht wie eine Achterbahn. Aber leider war es gesperrt. Wir machten dort trotzdem ein Picknick und Affe war ganz begeistert von all der Industriekultur. Anschließend fuhren wir zu unserem Hotel. Wir wurden zwar wieder umgebucht, dieses Mal aber zu unserem Vorteil und daher wohnen wir jetzt in einem netten kleinen Hotel, ganz nah am Zentrum und am Duisburger Innenhafen. Affe ist ganz zufrieden. Ich hingegen weniger, denn ich musste gerade duschen….

Start in Düsseldorf
Pinkelpause am Rhein – Mama schimpfte,da ich Jule mitten auf dem Weg parkte…
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Rheinradweg Tag 1

Gleich zu Anfang sei gesagt: als Kölner hat man es in Düsseldorf nicht leicht! Die Stadt ist schwierig, aber der Reihe nach:

Ursprünglich hatten wir geplant nach Hoak von Holland zu fahren. Mama hatte sogar schon den Campingplatz gebucht, aber durch das bestehende Reiseverbot können wir leider nicht fahren. Doch Mama und Papa entwickelten schnell einen Alternativplan. Eine Radtour am Rhein: von Köln bis nach Wesel, mit Zwischenstopps in Düsseldorf und Duisburg. Heute fuhren wir daher die erste Etappe: von Köln bis nach Düsseldorf. Ursprünglich wollten wir in Düsseldorf bei einem Freund von Pascal übernachten. Er hat eine tolle Wohnung, mit Dachterrasse. Wir hatten uns schon sehr gefreut, aber dummerweise hat er sich vorgestern von seiner Freundin getrennt und daher wollten wir doch nicht in seine Düsseldorfer Wohnung. Ihr seht bereits jetzt: Düsseldorf ist einfach doof. Mama und Papa buchten daher eine Ferienwohnung in der Düsseldorfer Innenstadt. Zumindest einen Tag wollten wir selbst kochen. In Duisburg und Wesel haben wir nämlich bereits Hotels gebucht.

Wir fuhren am Morgen gegen zehn Uhr gut gelaunt mit der S Bahn bis zum Kölner Hauptbahnhof. Von dort fuhr ich bis Leverkusen selbst. Das waren mehr als zehn Kilometer. Aber mit Jule kann man wirklich sehr gut fahren und außerdem motivierten mich die lobenden Zurufe der Erwachsenen. Ich sah aber auch wirklich aus wie ein kleiner Rennfahrer. Ich hatte meine Fahrradhose an und mein Fahrradoberteil: aber bei so einer weiten Strecke braucht man auch gute Kleidung, sonst wird der Po wund ;-).

Die Strecke von Köln bis nach Düsseldorf ist übrigens sehr empfehlenswert. Zuerst fährt man nach Leverkusen. Die Strecke war erstaunlich grün und verkehrsarm. Wir waren ganz überrascht. Ab Düsseldorf Benrath wurde es allerdings richtig voll. Es waren so viele Menschen unterwegs, es grenzte schon an einer Völkerwanderung. Daher ließ ich mich kurz vor Düsseldorf auch wieder an Papas Fahrrad anhängen. Es war einfach zu viel los in Düsseldorf.

Wir erreichten auch relativ schnell unsere Ferienwohnung, allerdings war diese schon belegt???? Wir wurden von zwei russischen Jungs in Trainingshose begrüßt, die zwar nett waren, aber uns mitteilten, dass wir die Wohnung nicht beziehen konnten. Alternativ boten sie uns ein einfaches Zimmer ohne Küche an, aber das wollten wir nicht, und daher lehnten wir das Angebot ab. Das Problem war: wir hatten keine Übernachtungsmöglichkeit!! Mama und Papa nutzten das Internet und buchten eine neue Wohnung. Kaum hatten wir Kontakt mit der Vermieterin aufgenommen, teilte sie uns mit, dass die Wohnung kaputt sei und wir eine andere Wohnung beziehen müssen???? Wir waren mittlerweile schon mehr als genervt, sagten aber zu und fuhren zu der neuen Wohnung. Unterwegs verfuhren wir uns auch noch, denn Google Maps spinnt in Düsseldorf ebenfalls. Als wir endlich die Wohnung erreichten, funktionierte der Code für den Eintritt in die Wohnung nicht. Unser Pech in Düsseldorf nahm also kein Ende!!!! Zum Glück erreichte Mama nach einigem Hin und Her die Vermieterin und wir bekamen den richtigen Code. Die Frau hatte sich nämlich vertan.

Wir konnten also gegen sechs Uhr endlich die Wohnung beziehen. Nach mehr als 70 Kilometern Fahrt. Erstaunlicherweise waren wir weiterhin gut gelaunt, auch wenn die Wohnung ein wenig einfach ist. Aber es gibt eine Küche, einen Fernseher und ein Doppelbett. Mehr brauchen wir für eine Nacht auch nicht und morgen und übermorgen sind wir in Hotels. Nur Affe scheint sich schwer zu tun. Ihn irritiert zum Beispiel das Wohnzimmer zur Straße hin. Ständig laufen Menschen an unserem Fenster vorbei ;-).

Unsere Wohnung in Düsseldorf
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Tag 25: Wir fahren nach Xanten und es fühlt sich an wie Urlaub

Papa hat seit heute Urlaub und daher machten wir einen ganztägigen Urlaub nach Xanten. Mama hatte eine Radtour herausgesucht, die sehr verlockend Klang und daher machten wir uns bereits früh auf den Weg. In Bezug auf die Anfahrt hatten wir uns etwas verschätzt, denn man fährt über eine Stunde nach Xanten. Zwischendurch hatten wir wirklich Angst, dass uns die Polizei anhält, den Xanten ist wirklich kein Naherholungsziel mehr. Wir hatten es irgendwie näher in Erinnerung.

In Xanten selbst fanden wir sofort einen Parkplatz in der Innenstadt. Das gute an Corona ist, dass man überall Parkplätze findet. Das Wetter war hervorragend und so fuhren wir durch Altstadt von Xanten in Richtung Südsee und Nordsee. So heißen die beiden Seen, in unmittelbarer Nähe der Stadt. Ich fuhr bis zur Nordsee selbst, war aber sehr meckrig und maulig. Meine Eltern behaupten immer, es liege am zu langen Tablet gucken, aber es lag an dem schlechten Bodenbelag. Ich fahre nämlich nur auf Asphalt. Zum Glück wechselte der Belag dann auch und ich wurde besser gelaunt. Die Strecke war aber auch einfach zu schön, um schlechte Laune zu haben. Ich hänge mich mit Jule an Papas Fahrrad und wir fuhren am Rhein entlang Richtung Kalkar. In dieser netten und beinah holländischen Stadt machten mir Mittagspause. Wir aßen Nudelsalat, Waffeln und den Kalkarer Liebesknochen aus der dortigen Bäckerei. Mama erfand sogleich eine Geschichte um dieses Gepäck, und nur wer den Kalkarer Liebesknochen gemeinsam aufisst, dem blüht ewige Liebe. Gut, dass Mama und Papa so verfressen sind 😉

Auch die Rückfahrt war traumhaft. Es ging an einem Fluss entlang zurück nach Xanten. Die letzten zehn Kilometer fuhren wir auf einer ehemaligen Bahntrasse. Dieser Teil war noch besser ausgebaut und perfekt asphaltiert. Es gab sogar mehrere Rastplätze mit Flick-Zeug. Wir waren daher mehr als begeistert von dieser Niederrheintour. Rita, du hast Recht: es lohnt sich, dort Urlaub zu machen!

Insgesamt fuhren wir 37 Kilometer. Ich fuhr ungefähr 10 Kilometer selbst. Nicht schlecht, oder?

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Auf dem Ahrradweg

Heute haben wir das gute Wetter genutzt und sind in die Eifel gefahren, um eine Fahrradtour zu machen. Wir fuhren in die Nähe von Blankenheim, denn dort kann man auf einer ehemaligen Bahntrasse an der Ahr entlang fahren. Mama hat diese Tour in einem Fahrradführer entdeckt und ich kann sie nur empfehlen. Man startet in Blankenheim und fährt dann auf einem fantastischen Radweg bergab bis Ahrdorf. Wir mussten 15 Kilometer quasi nix tun und sind nur bergab geradelt, vorbei an an einer typischen Eifellandschaft. Das einzige Problem: wir mussten später alles zurück. Mama störte das wenig, denn sie hat ja ein Pedelec, aber Papa konnte die ewig lange Anfahrt nicht ganz so gut genießen ;-).

Trotzdem fuhren wir noch weiter, wir fuhren bis nach Mösch. Dort sollte es ein leckeres Fischrestaurant geben, aber es hatte leider zu. Mama hatte sich nämlich versehen, denn es macht erst im Juli auch am Sonntag auf.

Daher fuhren wir zurück und machten in Ahrdorf an einem netten Restaurant halt. Ich selbst nutzte die Gelegenheit und sprang eine Runde auf dem Trampolin. Ich war nämlich nicht wirklich müde, auch wenn ich bereits 15 Kilometer auf meinem Tandem gefahren bin. Den Rückweg verbrachte ich aber trotzdem im Croozer und hielt ein Schläfchen. Mama fuhr wohl sehr entspannt den Weg zurück und Papa machte ein kleines Fitnesstraining, mit Baby Bulls im Schlepptau….

Jedenfalls war es ein toller Ausflug und ich kann den Ahrrad nur empfehlen, vor allem bin ich mehr als 20 Kilometer auf Babybulls gefahren, daher habe ich jetzt einen Wunden Po. Ich brauche also Fahrradhosen!

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Interview mit Bulls

Mein letztes Interview führte ich mit dem Wutmonster. Heute hatte ich die Gelegenheit, Mamas Rennrad zu interviewen. Ich wollte „Bulls“ einmal kennenlernen.

Theodor: „Hallo Bulls. Ich heiße Theodor und du bist das neue Rennrad von Mama?“

Bulls: „Genau, ich heiße Bulls und bin ein sehr tolles Rennrad. Ich bin ein richtig heißer Feger und beliebt bei allen Frauen“.

Ich:“Böse Zungen sagen, du seist ein Discounter Rad und einfach nur billig!“

Bulls:“Ich fahre dir gleich über die Füße, du frecher Zwerg“.

Ich:“Werd doch nicht aggressiv! Ich habe doch nur eine ganz normale Frage gestellt. Du kannst doch einfach sagen, dass du nicht billig bist.“

Bulls:“Ich bin nicht billig!“

Theodor:“Okay. Einverstanden. Eine andere Frage: welche Ziele hast du?“

Bulls:“Ich habe auf keinen Fall Lust, weiter im Keller zu stehen!!! Ich muss täglich ausgeführt werden und will mich und meinen gepflegten Radkörper der Öffentlichkeit zeigen“

Theodor: „Mmh, das stellst du dir etwas zu einfach vor. Ich finde, du stehst im Keller ganz gut, und es ist auch nicht gut, wenn Mama zu viel mit dir unterwegs ist. Sie hat nämlich noch mich, ihren Sohn, und da gibt es genug zu tun.“

Bulls:“Was gibt es denn da zu tun? Du brauchst etwas zu essen und zu trinken, und das reicht.“

Theodor:“Nein, das stimmt nicht. Du brauchst viel weniger Aufmerksamkeit. Du brauchst nur Luft für deine Reifen und ein wenig Kettenöl“

Bulls: „Tss, woher willst du wissen, was ich benötige“.

Wutmonster: „Hallo, ich bin es, das Wutmonster. Theodor, du hast mich gerufen?“

Ich:“Wo kommst du denn her? Ich mag dich nicht, geh weg!“

Bulls:“Oh, ein nettes kleines rotes Monster. Du siehst nett aus“

Wutmonster: „Ich bin aber nicht nett. Ich bin wütend“.

Ihr seht, das Interview mit Bulls verlief nicht gut, am Ende kam sogar noch das Wutmonster vorbei. Aus diesem Grund bin ich schnell zu Mama gegangen und wollte kuscheln. Dann geht das Wutmonster meistens schnell weg.

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Mama hat endlich ein Rennrad

Endlich hat Mama ihr Rennrad. Sie redet seit Monaten von nix anderem. Rennrad hier, Rennrad da, es ist wirklich anstrengend. Eigentlich wollte sie ein gebrauchtes Rennrad kaufen, aber das hat leider nicht geklappt und auch das günstige Rennrad von Declathon war leider ausverkauft. Zum Glück gab es bei Declathon ein weiteres, etwas teureres Rennrad im Angebot und Mama hat daher heute zugeschlagen. Mir hat das gar nicht gefallen, denn Rennräder sind gefährlich und ich will nicht, dass Mama mit einem Rennrad fährt. Daher war ich maulig. Außerdem hat das ganze ewig gedauert, da noch die Schaltung eingestellt werden musste (die Mama gar nicht bedienen kann) und Mama eine Kundenkarte erstellen musste.

Nach circa einer Stunde hatte Mama dann endlich ihr Rennrad und ist damit gleich nach Hause geradelt. Allerdings hatte sie keinen Helm an und die Schaltung konnte sie auch nicht bedienen!!!!! Voll dumm, oder nicht?

Ihr Rennrad heißt übrigens Bulls und ist männlich. Das Rennrad von Papa heißt Elfie und ist weiblich. Bisher verstehen sie sich aber nicht gut. Es gibt also erst einmal keine Babies ;-).

Heute war außerdem unser Pechtag. So wollten Mama und einkaufen, aber unser Rewe wird umgebaut und hatte zu. Wir mussten daher zu dem vollen und teurem Edeka laufen. Auf dem Weg dorthin wzrden wir von einem dummen Kind mit einem riesigen Stein beworfen???? Zum Glück hat das dreijährige Kind nicht getroffen. Es gibt schon seltsame Kinder, oder nicht?

Zum Glück wurde der Nachmittag dann doch noch besser, denn mein Kumpel hat mich zu sich eingeladen und wir haben zwei Stunden hervorragend miteinander gespielt. So haben wir Paw Patrol Aufkleber beklebt und leckere Bockwürste gegessen.

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Schönen Muttertag!

Zuerst einmal wünsche ich meiner Mama und meinen Omas einen schönen Muttertag. Was ich Mama geschenkt habe? Ich schenke ihr Premiumzeit mit mir und sie darf gemeinsam mit mir im Bett schlafen. Aktuell habe ich mich nämlich wieder im Bett meiner Eltern einquartiert und das ist doch ein tolles Muttertagsgeschenk.

Nun aber zu meinem Gesundheitszustand: Leider habe ich mich erkältet und das nervt. Bis Freitag ging es mir sehr gut und ich hatte auch kaum noch Schmerzen. Daher haben wir den Fiebersaft auf reduziert. Dummerweise bekam ich aber gestern Abend und gestern Nacht Nasenbluten. Es hörte zwar immer wieder auf, aber trotzdem war es blöd, zu Mal es immer wieder begann und aus beiden Nasenlöchern lief. Zusätzlich bekam ich in der Nacht plötzlich Atemnot und eine Art Panikanfall. Vermutlich kam dies von der Erkältung und von dem vielen Nasenbluten. Meine Nase war ja ganz verkrustet. Zum Glück konnten mich meine Eltern beruhigen und wir sind nicht zum Krankenhaus gefahren.

Da es mir am Samstag Morgen besser ging, beschlossen wir eine Fahrradtour rund um Weilerswist zu machen. Fabian und seine Eltern hatten uns zum Grillen eingeladen und eine Fahrradtour war außerdem gut, denn dann saß ich entspannt im Croozer und konnte meine Nase schonen. Auf erneutes Nasenbluten hatten wir nämlich keine Lust.

Die Tour selbst war sehr nett, wir fuhren an sehr vielen Burgen entlang und machten Rast an der Erft. Insgesamt fuhren wir 40 Kilometer und besuchten dann Fabian und seine Eltern. Allerdings bekam ich, kaum dort angekommen, wieder schreckliches Nasenbluten und so beschlossen wir ins Krankenhaus zu fahren. Mama telefonierte vorher noch mit unserem HNO Arzt (er hatte eine Notfallnummer) und er empfahl uns nach einigem Hin und Her das Krankenhaus Hohenlind. Dort kamen wir zum Glück sofort dran und eine nette Ärztin kontrollierte mich auf mögliche Nachblutungen. Zum Glück waren es nicht die Mandeln, die bluteten, sondern vermutlich nur die Nase. Ich bekam eine sehr unangenehme, aber wirksame, Nasenreinigung und dann durften wir wieder nach Hause. Dort hatte ich dann Narrenfreiheit und durfte den ESC mitgucken. Außerdem gab es leckere Pommes aus unserer Flohmarkt-Friteusse.

Beim ESC sang ich übrigens fleißig mit und applaudierte vor allem für Portugal, doch die haben wohl verloren??

Heute Morgen geht es mir leider nicht richtig gut. Ich bin erkältet, meine Nase läuft und ich habe Husten. Bisher ist die Atemnot ausgeblieben, das ist schon einmal ein gutes Zeichen. Blöd ist es trotzdem, denn ich muss ja auf meine Nase aufpassen und das ist schwierig, wenn die Nase läuft. In jedem Fall gehe ich morgen erst einmal nicht zu Bianca und kuriere mich richtig aus. Wir wollen schließlich an den Gardasee!

Hier erkläre ich Papa den Flussverlauf der Erft:

Papas leckere Burger: sogar der Brötchenteig ist selbstgemacht:

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Der Maare Mosel Radweg

Unser Fahrradabenteuer begann morgens um halb sieben, denn der Fahrradbus fuhr bereits um acht Uhr von Bernkastel ab. Zum Glück hatten meine Eltern zuvor online einen Platz auf dem Fahrradbus reserviert, sonst hätten wir nicht mitfahren können. 

Papa war früh genug wach und weckte uns mit Kaffee und Äpfeln. Ein zweites Frühstück gab es dann beim Bäcker. Die Busfahrt nach Daun war sehr spannend, es dauerte aber ewig, bis alle Fahrräder auf dem Anhänger verladen waren. So fuhren wir verspätet los, hatten aber großes Glück, denn wir saßen im schnelleren Bus nach Daun. So dauerte die Fahrt nur eine Stunde und nicht zwei Stunden. 

In Daun begann die Fahrt auf dem Maare Mosel Radweg. Der Radweg folgt einer ehemaligen Bahnstrecke, ist circa 60 Kilometer lang und durchgehnend asphaltiert. Zusätzlich ist er sehr gut ausgeschildert, es gibt sehr viele Sehnswürdigkeiten und Restaurants und man fährt häufig bergab.

Meine Eltern hatten aber schon bald genug von Sehnswürdigkeiten und schuld war das Pulvermaar, eine Attraktion nicht unweit vom Radweg. Ich wollte dies unbedingt sehen und meine Eltern mussten dafür leider 2,5 Kilometer bergauf radeln (mimimi). Kurz vor dem Pulvermaar ging es dann noch einmal steil bergab und meine Eltern weigerten sich!!! So konnte ich das Pulvermaar nicht sehen?!?!?! Wie kann man so faul und egoistisch sein?

Doch der Radweg selbst bot zum Glück viele Attraktionen, wir fuhren durch mehrere Tunnel und über Brücken und machten immer wieder Pausen in Restaurants. Mama wollte Kartoffelsupppe essen, doch die Eifelaner brauchten über eine Stunde zum Kochen der Suppe, daher gab es Pfannkuchen. Das dauerte nur 30 Minuten ;-).

Generell fand ich den ersten Teil der Strecke schöner, also den Teil der Vulkaneifel. Nach Plein wurde es weniger hügelig und auch lauter, denn der Verkehr nahm zu. Am Ende des Radweges fuhren wir an der Mosel entlang und auf dem Moselradweg. Dies war sehr nett, aber den Rheinradweg finde ich doch schöner. 

Der Maare-Moselradweg endete in Bernkastel Kues, wir bogen aber vorher ab auf den Campingplatz. Mama und Papa waren doch etwas müde und ich gönnte ihnen eine kleine Pause, bevor sie mitkommen mussten auf den Spielplatz. Dort gibt es nämlich ein Motorrad und ich bin den halben Abend Motorrad gefahren. Dummerweise kamen irgendwann drei ältere Mädchen und wollten mit mir verstecken spielen und mich streicheln. Ich wollte aber nicht mit ihnen spielen, aber sie ließen nicht locker. Daher wollte ich zum Zelt zurück. Zu viele Kinder sind einfach nichts meins. 

Am Abend hat Papa  für uns gekocht. Es gab Nudeln mit Soße und Wurst und wir aßen bei strahlendem Sonnenschein auf der Picknickdecke vor unserem Zelt. Das war toll, aber auch eine unglaubliche Schweinerei!!! 

Dann versuchten meine Eltern mich ins Zeltbett zu legen, doch das ließ ich mir nicht bieten. Es war noch hell und definitiv zu warm, um um acht Uhr zu schlafein. Daher unterhielt ich meine Eltern noch bis neun Uhr abends und begleitete sie noch zum Klohaus. Das ist sehr spannend, vor allem auf dem Damenklo. Dort werde ich immer sehr freudig begrüßt und auch dieses Jahr scheinen meine Crocs Schuhe wieder der Renner zu sein. Also, falls ihr Frauen kennenlernen wollt, zieht euch Crocs an und stellt euch an den Eingang des Damenklos. 

Abschließend mein Fazit zum Maare Mosel Radweg: Der Radweg ist schön, aber auch sehr einfach zu fahren. Es gibt überall Möglichkeiten zu Rasten und zu Übernachten. Der Weg führt durch die Eifeler Landschaft und durch die Vulkaneifel. Ich empfehle, den Weg von Daun nach Bernkastel Kues zu fahren, und nicht umgekehrt, denn dann geht es ganz schön bergauf.

Mein Fazit zum ersten Campingurlaub: Nervig sind Zeltschnürre, über die ich drei Mal gestolpert bin, ansonsten ist das Zelten super. Man kann mit dem Laufrad ums Zelt fahren oder ständig ins Zelt oder aus dem Zelt rennen. Zusätzlich gibt es jede Menge zu sehen! Ich bin bereit für die Ostsee, habe aber noch einige Tipps für meine Eltern:

1) Wir brauchen einen Campingtisch, immer auf dem Boden zu essen fand ich nervig, weil ich ständig Gras im Essen hatte.

2) Ich beantrage einen eigenen kindgerechten Campingstuhl.

3) Mama muss mehr T-Shirts mitnehmen und sich farblich besser abstimmen. Neongrün mit türkis sieht nämlich peinlich aus. 

4) Mama braucht einen neuen Kulturbeutel!

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Meine erste Nacht im Zelt

Gestern Nachmittag sind wir gut in Bernkastel Kues angekommen und haben auf dem Zeltplatz unser Zelt aufgebaut. Mama ging mir beim Aufbau des Zeltes sehr auf die Nerven und wir hatten einen kleinen Disput. Das Problem bei meinen Eltern: sie brauchen eine klare Aufgabenverteilung, sonst funktioniert das alles nicht. Beide wollten nämlich das Zelt aufbauen und vergaßen dabei, sich um mich zu kümmern. Ich habe dann mit Mama die Isomatten und Schlafsäcke ausgepackt und Papa hat das Zelt aufgebaut. Mein Schlafsack ist übrigens pink!

Am späten Nachmittag hat uns Papa zum Essen in Bernkastel Kues eingeladen. Eine Arbeitskollegin hatte ihm ein Restaurant empfohlen und es war köstlich. Das Restaurant lag etwas erhöht und wir wanderten sogar kurz auf dem Moselsteig. Die Aussicht war trotz des Windes super,man konnte auf Bernkastel und auf Kues gucken. Ich aß Flammkuchen, Pommes und Chicken Mc Nuggets. Drei Mal dürft ihr raten, was Mama aß? Richtig, sie aß Schnitzel. 

Anschließend bummelten wir noch durch Bernkastel und ich fand einen tollen Spielzeugladen mit lauter Autos. Der Besitzer war allerdings ein richtiger Eifelaner und räumte alles in Sicherheit als ich die Spielzeugautos vorsichtig betrachtete.

Was mir aufgefallen ist:In Bernkastel gibt es übrigens überall Wein und jeder Winzer wurde irgendwann schon einmal ausgezeichnet. Vermutlich wechselt man sich einfach mit den Auszeichnungen ab. 

Gegen sieben Uhr fuhren wir zurück zum Campingplatz und meine Eltern erklärten mir noch einmal ausführlich, dass wir heute Nacht zu dritt in diesem kleinen und stickigen Zelt schlafen würden. Ich fand es trotzdem spannend, auch wenn wir dringend ein neues Zelt brauchen. Mama und Papa schwelgen aber noch in Erinnerungen und berichteten mir ausführlich, wo sie überall mit diesem schrottigen Zelt waren. Ich turnte noch eine ganze Weile durchs Zelt und musste Mama davon überzeugen, nicht in dem pinken Schlafsack zu schlafen, da er zu warm war. Das Problem: Mama friert schnell, Papa und ich aber nicht und trotzdem denkt Mama immer, dass mir kalt sei. Die halbe Nacht wurde ich daher mit Decken und Schlafsäcken zugedeckt. Trotzdem habe ich sehr gut geschlafen und musste sogar um halb sieben Uhr morgens von Mama geweckt werden.